Plasmatechnologien mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

Werkstoffe 09. 05. 2026

Seit längerem werden physikalische Verfahren im Umfeld der Vakuum- und Plasmatechnologie für die unterschiedlichsten Anwendungen genutzt. Mit am bekanntesten sind die Verfahren zur Herstellung von besonders harten Verschleißschutzschichten auf Werkzeugen oder zur Aktivierung von Oberflächen vor dem Beschichten oder dem Verkleben. Je nach Anwendung können diese Verfahren bei Atmosphärendruck oder im Vakuum ihre Wirkung erzielen.

Neue Einsatzmöglichkeiten stellt ein Autorenteam der Hochschule Furtwangen vor, die mittels Plasmatechnik Kunststoffpulver zur Herstellung von Bauteilen so behandeln, dass die Festigkeit der daraus hergestellten Teile erhöht wird (Beitrag Seite 8ff). Neben der Plasmatechnologie als Behandlungsverfahren spielt für eine derartige Fertigung auch die Geometrie der eingesetzten Pulver eine Rolle, wie in einem weiteren Beitrag auf Seite 16 dargestellt wird.

Ebenso wie die Plasmaverfahren spielen heute auch Technologien unter Einsatz von Lasern eine immer wichtiger werdende Rolle. So zeigen Dr. Metzner und sein Team (Beitrag Seite 19ff), wie komplexe Bauteile durch Laserpulsabscheidung mit leistungsfähigen Beschichtungen versehen werden können. Auch neuartige Materialzusammensetzungen in den Beschichtungen lassen sich damit realisieren. Und selbst bei der inzwischen etablierten Technologie des Laserauftragschweißens auf rotationssymmetrischen Bauteilen bleibt die Entwicklung nicht stehen und kann mit neuen Informationen aufwarten (Beitrag Seite 22). So arbeiten Forschende des Fraunhofer IWS mit Bandmaterial, das spiralförmig auf ein Substrat aufgebracht und verschweißt wird.

Es bleibt zu wünschen, dass die produzierende Industrie solche innovativen Neuheiten rege aufnimmt und in ihre Fertigungen einführt – nicht zuletzt, um einen technologischen Vorsprung zu halten oder zu generieren und die Vorteile der neuen Technologien zum eigenen Nutzen auszuschöpfen.

 

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