Weicher Roboter-Greifer packt blitzschnell zu
Nicht viel langsamer als eine Mausefalle schließt, packt ein neuartiger weicher Greifer von Forschern der North Carolina State University zu, der durch Wärme gesteuert wird. Gedacht ist er für den Einsatz an Robotern. Die Wissenschaftler haben eine bistabile Struktur entwickelt. Der Greifer springt somit zwischen zwei Positionen hin und her. Er öffnet sich, verbleibt in dieser Stellung und schließt sich erst dann wieder, wenn die Energiezufuhr gestoppt wird.
Der Greifer besteht wie ein Bimetall aus zwei übereinander angeordneten Materialien mit unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Zwischen ihnen verlaufen feine Heizdrähte aus Silber. In Ruhestellung ist der Greifer geöffnet. Werden die Drähte erwärmt, dehnen sich die Materialien unterschiedlich stark aus, sodass der Greifer sich schließt. Wird die Stromzufuhr gestoppt, kühlen die Drähte aus und der Greifer öffnet sich wieder.
Der Greifer, der einer Venusfliegenfalle ähnelt, lässt sich laut Forschungsleiter Yong Zhu in der Biomedizin, der Prothetik und in der Fertigung von empfindlichen Objekten einsetzen. Im nächsten Schritt soll der Greifer, der jetzt manuell mit einem Schalter gesteuert wird, automatisiert werden. Dazu wollen Zhu und Wu ihn mit Sensoren ausstatten. Zudem erforschen sie andere Werkstoffe und ihr Zusammenspiel, um die Kraft, die der Greifer ausübt sowie die Schließgeschwindigkeit an die Empfindlichkeit des jeweiligen Objekts anzupassen. (pte)
Aktuelle Onlineartikel
-
12. 06. 2026 Forschungsprojekt zu neuartigen Hochleistungs-Kupferlegierungen aus dem 3D-Drucker gestartet
-
12. 06. 2026 Elektrolyse-Plattform – Effiziente Herstellung von Wasserstoff und chemischen Produkten
-
12. 06. 2026 HTWK Leipzig startet neuen Studiengang 3D-Druck & Funktionale Oberflächen
-
11. 06. 2026 Wie Hochleistungswerkstoffe robuster und nachhaltiger werden
-
11. 06. 2026 Neues industrielles Produktionssystem für präzisionsoptische Schichten
-
09. 06. 2026 Nachhaltiges Recyclingprojekt für Rotorblätter