Samsung-Prozessor setzt auf Extrem-Ultraviolett| WOTech Technical Media

Samsung-Prozessor setzt auf Extrem-Ultraviolett

Anfang August stellt Samsung seine neue Galaxy Watch 4 vor. In der Vielzweckuhr steckt der erste Prozessor mit Strukturen von fünf Nanometern, die mit der EUV-Lithografie erzielt werden. EUV steht für Extrem-Ultraviolett, ein unsichtbarer Lichtstrahl, der stark gebündelt ist, sodass er die Strukturen in den Wafer zeichnet.

Der Exynos W920  genannte Prozessor folgt auf den fast drei Jahre alten Exynos 9110. Statt zwei Cortex-A53-Kernen und einer GPU des Typs Mali-T720 MP1 mit Zehn-Nanometer-Strukturen, hat der Neuling zwei Cortex A55-Kerne und eine Mali G68-GPU aus der Fünf-Nanometer-Fertigung. Exakte Takt-Raten verrät Samsung noch nicht, spricht jedoch von hoher Leistung. Bei der CPU seien es 20 Prozent und die GPU warte mit zehnfacher Leistung auf.

Wearables wie Smartwatches sind nicht mehr nur coole Gadgets. Sie sind jetzt ein wachsender Teil unseres Lebensstils, der den Nutzern Fitness und Sicherheit beschert, so Harry Cho, Vice President of System LSI Marketing bei Samsung. Mit dem Exynos W920 seien künftige Wearables in der Lage, Anwendungen mit optisch ansprechenden Benutzeroberflächen und schnelleren Reaktionen auszuführen. Gleichzeitig ermöglichten sie Verbindungen mit schnellem LTE.

Low-Power-Display-Prozessor

Das Gehäuse des neuen Prozessors ist kleiner als das seines Vorgängers, trotz der Leistungsexplosion. Zudem benötigt er weniger Energie, was sich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Das liegt unter anderem daran, dass die Always-on-Display-Funktion (AOD), die es erlaubt, einen kurzen Blick auf die Uhr oder auf Benachrichtigungen zu werfen, ohne die CPU zu nutzen, auskommt. Für AOD aktiviert der W920 lediglich einen Low-Power-Display-Prozessor, den Cortex M55, der deutlich weniger Strom braucht als die CPU. (pte)

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