Leitfähigkeit und Widerstandsverhalten galvanischer Oberflächen
Überall, wo Korrosionsschutzschichten als Barriere aufgebracht werden, wirken diese elektrisch mehr oder weniger isolierend. Für einige Anwendungen ist jedoch die Kombination aus Korrosionsschutz und elektrischer Leitfähigkeit gefordert, insbesondere im Bereich der elektrischen Kontakte. Neue Beschichtungskonzepte zeigen die ZVO-Oberflächentage 2019, der Jahres-Kongress des Zentralverbands Oberflächentechnik e.V., auf.
Neben der konstruktiven Ausführung ist die Oberflächenbeschichtung kontaktierender Bauteile von entscheidender Bedeutung für den Kontaktwiderstand. Beschichtungswerkstoff, Schichtaufbau oder auch das Verfahren beeinflussen das Kontaktverhalten von Produkten wie Steckverbindern, Leiteranschlüssen oder Schaltern. Im Bereich Elektromobilität sind leistungsfähige Elektromotoren mit zumindest temporärer, sehr hoher Leistungsaufnahme gefragt. Für die damit verbundenen hohen Ströme müssen die verbauten Kontakte den elektrischen Energiefluss optimal übertragen.
Die aktuell als Beschichtungen eingesetzten Legierungen enthalten Silber, Kupfer, Gold, Platin und Palladium als Basis. Diese zeigen jedoch für Belastungen mit sehr hohen Strömen nicht die erforderliche Abbrandbeständigkeit.
Auf den ZVO-Oberflächentagen vom 11. bis 13. September 2019 in Berlin werden neue Beschichtungskonzepte für elektrische Kontakte beispielsweise unter Verwendung von Wolfram, Molybdän oder Aluminium vorgestellt und die technischen Möglichkeiten diskutiert.
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