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Titannitridschicht

Titannitrid ist eine der ersten in großem Maßstab eingesetzten Hartstoffschichten auf Oberflächen von Werkzeugen zum Drehen, Fräsen, Biegen oder Umformen (etwa seit 1980). Die Schicht ist aufgrund ihrer goldähnlichen Farbe gut zu erkennen und damit deren Vorhandensein auf Werkzeugoberflächen gut zu kontrollieren. Titannitridschichten besitzen eine hohe Härte von etwa 2500 HV. Die Herstellung erfolgt in der Regel mittels der PVD-Technik durch Verdampfen von Titan (z.B. durch Widerstandsheizen von Titandrähten in Spulenform) im Vakuum und Zugabe von Stickstoff als Reaktionsgas. Auf der Oberfläche der zu beschichtenden Werkzeuge schlägt sich Titannitrid nieder. Die Dichte und Härte der Schicht kann über die Arbeitsbedingungen (angelegte Spannung, Temperatur der Grundwerkstoffe, Art von aufgebrachten Zwischenschichten, Vorbehandlung in der Vakuumkammer) modifiziert werden. Die üblich verwendeten Schichtdicken liegen bei wenigen Mikrometern. Dickere Schichten sind aufgrund der hohen Härte eher von Nachteil, da sie glasartig brechen können und damit von der Oberfläche abplatzen.

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