Fachwörter-Lexikon

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Einsatzstähle

Einsatzstähle sind unlegierte oder legierte (hauptsächlich Cr, Ni, Mo, Mn) Maschinenbaustähle mit verhältnismäßig niedrigem Kohlenstoffgehalt (0,1 % bis etwa 0,3 %), deren Randschicht vor dem Härten aufgekohlt (0,7 % bis 0,90 % C) oder carbonitriert wird. Einsatzgebiete sind Bauteile, die einen zähen Kern aber eine Verschleißfeste Oberfläche benötigen.

Unlegierte Baustähle

Die unlegierten Baustähle nehmen mit einem Anteil von etwa 70 % an der Weltstahlproduktion den größten Umfang ein. Sie werden überwiegend im kaltumgeformten Zustand oder in Verbindung mit einer Spannungsarmglühung im warmgeformten (warmgewalzten) Zustand angeboten und finden vielfältige Anwendungen im Maschinenbau, Fahrzeugbau, Hoch-, Tief-, Brücken- und Hallenbau, Behälterbau und in der Schiffs- und Offshore Technik.
Die unlegierten Baustähle gehören zur Hauptgüteklasse der unlegierten Qualitätsstähle. Sie werden hinsichtlich ihrer Festigkeit beziehungsweise Schweißeignung und Sprödbruchsicherheit ausgewählt. Mit ihrem geringen Kohlenstoffgehalt und ihrem ferritisch perlitisches Gefüge unterscheiden sie sich in ihren mechanischen Eigenschaften und sind nach DIN EN 10025-2 genormt. Die wichtigste mechanische Größe ist die zu gewährleistete Mindeststreckgrenze. Ihre Zugfestigkeit liegt im Bereich unter 500 N/mm2. Wetterfeste Sorten enthält die DIN EN 10025-5 (z. B. S235J2).

Goldschichten – Goldlegierungsschichten

Da reines Gold sehr weich ist, werden überwiegend Goldlegierungen mit deutlich höheren Härten abgeschieden. Mit den sogenannten Hartgoldschichten lassen sich bereits durch geringste Mengen (0,1 % bis 0,5 %) beispielsweise an Nickel, Indium oder Kobalt die Schichthärten von etwa 70 HV bis 90 HV für unlegiertes Gold auf etwa 150 HV bis 220 HV für Goldlegierungen steigern. Ein weiterer Grund für die verstärkte Verwendung von Goldlegierungen liegt in der möglichen Einsparung an Gold. Bis zu einem Goldanteil von etwa 85 % weisen die Schichten die typische Goldfarbe auf. Bei geringeren Goldanteilen ergibt sich je nach Legierungsbestandteil ein rötlicher (kupferfarbener) oder weißer Farbton. Wie metallurgische Legierungen können auch galvanische Legierungen mit vielen Legierungsmetallen in nahezu beliebiger Konzentration gemischt werden. Dabei bleibt die gute Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit bei nahezu allen Goldlegierungen erhalten. Als Legierungspartner finden bei der galvanischen Abscheidung vor allem Nickel, Kobalt, Indium, Palladium, Silber, Kupfer oder Eisen Einsatz. Auf die Verwendung von Kadmium, Arsen oder Thallium wird soweit als möglich verzichtet, obwohl keine gesundheitsbedenklichen Auswirkungen dieser Legierungen bekannt sind.

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