Fachwörter-Lexikon

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Keramische Werkstoffe, Oxidkeramik

Oxidkeramik – Hochdichtes, gesintertes Aluminiumoxid (AI2O3) ist der wichtigste oxidkeramische Werkstoff. Es besitzt hohe Druckfestigkeit, Härte und Verschleißfestigkeit sowie Temperaturbeständigkeit und eine gute Wärmeleitfähigkeit. Es wird z. B. zu Spinndüsen, Dichtscheiben, Fadenführungen, Biegerollen, Gleitringdichtungsringen und Schneidplatten verarbeitet. Auch druckgesintertes Zirkoniumoxid (ZrO2) wird für ähnliche Anwendungen eingesetzt.

Teiletransport beim Galvanisieren

Zur galvanischen Abscheidung von Metallen müssen die zu beschichtenden Werkstoffe elektrisch kontaktiert durch die verschiedenen flüssigen Medien befördert werden. Dies kann mit Hilfe von metallischen Gestellen - sogenannte Galvanikgestelle - oder mit Trommel bzw. Körben - Galvaniktrommel oder Galvanikkörben - vorgenommen werden. 

Im Falle von Gestellen werden die Teile mit Hilfe von elastischen Drahthaken oder U-förmig gebogenen Drähten auf einem Gestellrahmen befestigt. Je nach Größe oder Gewicht des zu beschichtenden Teil erfolgt das Aufhängen relativ lose bzw. beweglich oder fest verspannt. Bei der Beschichtung von hohen Stückzahlen des selben Teils werden die Gestelle für das zu beschichtende Teil optimal ausgeführt. Bei geringen Stückzahlen oder Einzelteilen erfolgt das Aufhängen in der Regel mit Hilfe von Metalldraht. Neben der Kontaktierung hat das Aufhängen die Aufgabe, die zu beschichtenden Teile ohne gegenseitige Beschädigung oder Abdeckung durch den gesamten Prozessablauf der galvanischen Beschichtung (je nach Verfahren zwischen etwa 10 und bis zu etwa 50 Einzelpositionen) zu führen. Die Gestelle sind bis auf die Kontaktspitzen der Gestelle mit einer Isoliermasse überzogen, um die galvanische Beschichtung der Gestelle zu verhindern.

Aufhängung von Teilen zur galvanischen Beschichtung auf ein Gestell (Quelle: FGK)

 

Im Falle der Beschichtung mit Trommeln oder Körben werden die zu beschichtenden Teile lose in die Beschichtungsbehälter gefüllt (Beschichtung als Schüttgut). Die Kontaktierung erfolgt mit flexiblen drahtförmigen Kontakten, die in die Masse der Teile eintauchen oder mit knopfartigen Metallkontakten in der Wand der Trommel oder des Korbes. Die Teilemasse wird während des Beschichtungsvorganges ständig bewegt, so dass die Teile immer stets durchmischt und ausreichend mit den jeweiligen Behandlungslösungen umspült werden. 

Trommel zur Verzinkung von Massenteilen (Quelle: Schlötter)

 

Chromschichten – dekorativ

Dekorative Chromschichten werden in der Regel auf Nickelschichten in Dicken zwischen 0,2 µm und 1 µm abgeschieden. Vor allem in der Sanitärindustrie, der Möbelindustrie oder auf Teilen im Fahrzeuginnenraum werden sie ohne weitere Beschichtungen verwendet und zeichnen sich durch gutes Reflexionsvermögen, ihre helle metallische Oberfläche und ihre gute Kratz- und Abriebbeständigkeit aus. Chromoberflächen sind des Weiteren schlecht benetzbar, wodurch sie gut zu reinigen sind. Zum Teil erhalten dekorative Chromoberflächen auch eine zusätzliche Lackierung, zum Beispiel auf Brillengestellen, wodurch eine erweiterte partielle Farbgebung und partielle Bedruckung möglich wird. Insbesondere auf Teile im Fahrzeuginnenbereich kommen Chromoberflächen unter anderem deshalb zum Einsatz, weil die Oberflächen Licht außerordentlich gut reflektieren und die Teile auch bei sehr schlechten Lichtverhältnissen (Dunkelheit) gut erkennbar sind. Für dekorative Schichten können auch Elektrolyte auf Basis von gesundheitlich unbedenklichen Chrom(III)elektrolyten verwendet werden. Allerdings besitzen diese Chromschichten einen leicht graueren Farbton und eine deutlich geringere Härte und Verschleißbeständigkeit. 

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