Fachwörter-Lexikon

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Tauchentfettung

Zur Reinigung von Werkstoffen durch Tauchentfettung werden die zu reinigenden Teile in das Entfettungsmittel eingetaucht und für eine gewisse Zeit dort belassen. Die Tauchdauer richtet sich nach dem Verschmutzungsgrad der zu reinigenden Teile. Die Reinigungswirkung eines Entfettungsmittels kann durch Anwendung von erhöhter Temperatur verbessert werden. Im Fall der Nutzung von organischen Lösemittel ist allerdings die Belastung durch die Verdunstung von kritischem Lösemittel (Arbeitsschutz, Umweltschutz) zu berücksichtigen. Bei wässrigen Entfettungsmitteln ist deren korrosive Wirkung auf Metalle zu berücksichtigen. In der Regel können wässrigen Entfettungsmitteln Substanzen zugegeben werden, die einen Korrosionsangriff unterdrücken oder reduzieren (Inhibitoren)

Atmosphärendruckplasma - Nanobeschichtung

Mit der Beschichtung mittels Atmosphärendruckplasma (z.B. der PlasmaPlus-Technik) ist eine Beschichtung von komplexeren 3D Bauteilen möglich. Das Beschichtungsmaterial erreicht dabei auch schwer zugängliche Bereiche wie tiefe Nutgeometrien oder Hinterschnitte. Es gelingt so beispielsweise, bestückte Leiterplatten auf und unter den Bauteilen vollständig zu beschichten.

Schleifen - Zielstellung und Durchführung

Ein Schleifprozess wird beispielsweise durchgeführt, um Unebenheiten aus vorhergehenden Bearbeitungsprozessen wie Fräsen, Drehen, Sägen oder Trennen einzuebnen oder unerwünschte Grate zu entfernen. Für eine sehr grobe Bearbeitung kommen Schleifkörner mit Durchmessern im Bereich von wenigen Millimetern zum Einsatz (Körnung ab etwa 4). Die Bearbeitung wird beispielsweise mit Hilfe von Schleifbändern oder Schleifscheiben durchgeführt und hinterlässt charakteristische Bearbeitungsspuren, sogenannte Schleifriefen entlang der Bewegungsrichtung der Schleifkörner. Die Körner wirken spanabhebend, wobei der Abtrag bei Arbeiten ohne Flüssigkeit als Schleifstaub und bei Verwendung von beispielsweise Wasser als Schleifschlamm anfällt. Wasser oder ein wässrige Lösung wirken hierbei vor allem als Kühlmittel. Um eine möglichst glatte Oberfläche zu erzeugen, werden Schleifprozesse so ausgeführt, dass schrittweise immer feiner Schleifkörnungen verwendet werden. Solche Schritte können etwa in folgender Stufung ausgeführt werden:

  • Körnung 10 und Körnung 20 = grobe Bearbeitung
  • Körnung 30 und Körnung 60 = mittelgrobe Bearbeitung
  • Körnung 80, Körnung 100, Körnung 120, Körnung 120 = Feinbearbeitung
  • Körnung 240, Körnung 400, Körnung 600, Körnung 800 = sehr feine Bearbeitung

Bei der schrittweisen Erhöhung der Körnung ist darauf zu achten, dass die Oberfläche keine deutlichen Erhöhungen oder Vertiefungen gegenüber der mittleren Rauheit enthält, da solche Unebenheiten mit feiner werdenden Körnung nicht mehr entfernt werden können. Bei Nichtbeachtung besteht die Gefahr, dass wieder mit niedriger Körnung begonnen werden muss, wodurch die gesamte Feinbearbeitung hinfällig ist. Dies zeigt, dass mechanisches Schleifen, insbesondere für die Herstellung von dekorativen Oberflächen ein hohe handwerkliche Fertigkeit voraussetzt. Das manuelle Schleifen wird im Bereich der Metallbearbeitung mit Schleifscheiben auf feststehenden Schleifmaschinen ausgeführt. Die Schleifscheiben können aus kautschukartigen Grundkörpern aufgebaut sein, in die die Schleifkörner eingebunden sind. Des Weiteren kommen Schleifscheiben aus Sisalkordeln oder Filzscheiben zum Einsatz, die durch die hohe Umdrehungsgeschwindigkeit eine an das Werkstück anpassbare, feste Oberfläche bilden. Die Schleifmittel werden als Wachsmischung auf diese Scheibenoberfläche aufgetragen, wobei das Wachs zugleich als Träger für die Schleifkörner und als Kühlmittel wirkt.

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