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Fachwörter-Lexikon

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Durchdringungsverbundwerkstoffe

Durchdringungsverbundwerkstoffe bestehen aus einer hochschmelzenden, porösen Matrix, die von einer flüssigen Phase getränkt wird. In einigen Fällen findet mit der Matrix auch eine chemische Reaktion statt, wie bei der RBSiSiC-Keramik. Beispiele sind selbstschmierende Gleitlager aus Sintermetallen mit Fettfüllung, hochbelastete Schaltkontakte mit Wolfram-Matrix und Kupfer als Durchdringungswerkstoff oder maßgenaue keramische Bauteile aus reaktionsgebundenem, siliciuminfiltriertem Siliciumcarbid (RBSiSiC). Einsatzgebiete finden sich beispielsweise in Gleitringdichtungen für rotierende Wellen und Pumpenlager, verschleißbeanspruchte Bauteile im Motorenbau (Ventilstößel, Schwing- und Kipphebel, Nocken und Lager) sowie keramische Wärmetauscher in Brennwertheizsystemen.

Desoxidieren

Unter Desoxidation ist die Entfernung einer dünneren Oxidschicht zu verstehen, die sich auf allen Metallen, mit Ausnahme der Edelmetalle, bildet. Um eine haftfeste metallische Beschichtung herstellen zu können, werden deshalb Metallteile vor Beginn des eigentlichen Beschichtungsvorgangs in der Regel in einer verdünnten Säure (häufig verdünnte Schwefelsäure) kurz (30 bis 60 Sekunden sind meist ausreichend) getaucht. Entfernt werden in der Regel sehr dünne (10 nm bis 500 nm) Schichten, die visuell nicht erkennbar sind, die aber durch Benetzungstests nachweisbar sind.

Stoßverschleiß

Der Stoßverschleiß tritt in Folge des Zusammenstoßens zweier Körper auf. Der Verschleiß hängt hauptsächlich vom Impuls ab und somit in welcher Zeitspanne die Bewegungsenergie in die beteiligten Körper eingeleitet wird. Hierbei spielt neben der Makrogeometrie auch die Mikrostruktur der Oberfläche eine wichtige Rolle. Des Weiteren natürlich der Elastizitätsmodul in Oberflächennähe, der durch die instrumentieret Eindringprüfung bestimmt werden kann. Diese Verschleißart spielt bei Ventilen im Sitzbereich eine wichtige Rolle. Beim Stoßverschleiß kommt es hauptsächlich zu plastischen Deformationen und zur Rissbildung infolge Ermüdung.

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