Fachwörter-Lexikon

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Zink, chemisches Verhalten

Chemisch zählt Zink zu den unedlen Metallen mit einem Redoxpotential von −0,763 Volt. Dadurch lassen sich edlere Metalle aus ihren Salzen durch Reduktion elementar abscheiden An der Luft bildet es eine witterungsbeständige Schutzschicht aus Zinkoxid und -carbonat (Passivschicht). Daher verwendet man es trotz seines unedlen Charakters als Korrosionsschutz (Verzinken von Eisen). Zink löst sich in Säuren und in Laugen auf. Eine Ausnahme ist Zink mit sehr hoher Reinheit (99,999 %), welches nicht mit Säuren reagiert. Zink liegt in seinen Verbindungen fast ausnahmslos in der Oxidationsstufe +II vor.

Zinkdruckguss, chemisches Verhalten

Der Zink-Druckguss verhält sich wie Zink in neutralen und schwach alkalischen Medien korrosionsbeständig, da sich auf der Oberfläche dichte und festhaltende Schichten aus Oxid, Oxidhydrat und basischem Carbonat bilden. Durch diese Schichten erhält Zinkdruckguss ein Passivpotential von –0,3 V bis –0,1 V gegenüber der Normalwasserstoffelektrode (Normalpotential von Zink liegt bei –0,76 V). Bei stark korrosiver Beanspruchung von Zinkdruckgussteilen, vor allem in sauren Medien, sind jedoch resistentere metallische oder nichtmetallische Schutzüberzüge notwendig. Eine effektive Möglichkeit zum Schutz des Zink-Druckgusses vor Korrosion ist die chemische Vernicklung (chemische Abscheidung von Nickel-Phosphor-Schichten).

Kupfer, chemisches Verhalten

Das chemische Verhalten ist insbesondere durch hohe Korrosionsbeständigkeit, z. B. gegenüber Sauerstoff, wässrigen Lösungen, schwefelfreien Ölen und anderen organischen Stoffen, bestimmt. Charakteristisch ist außerdem die hohe Reaktionsfreudigkeit beim Angriff durch schwefelhaltige Substanzen. Das Zusammenwirken des Luftsauerstoffes mit den Nebenbestandteilen der Luft (Schwefeldioxid oder Kohlenstoffdioxid) bewirken bei Kupfer die bekannte grüne Patina, den Grünspan, der das darunter liegende Metall schützt.

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