Mensch und Maschine - Eine Betrachtung des Zusammenspiels der Systeme am Beispiel des thermischen Spritzens  –  Teil 2

Oberflächen 09. 06. 2020

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Von Franziska Bocklisch1), Rico Drehmann2) und Thomas Lampke2)

Am Anwendungsbeispiel des thermischen Spritzens zeigt die Eye-Tracking-Methode, welche Elemente einer Beschichtungsanlage in der Regel eine höhere Aufmerksamkeit des Bedienungspersonals erfordern und welche Abläufe durch die laufende Benutzung und den Übergang zu einem Routineablauf sehr schnell geprüft werden können. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weitere Formalisierung von Expertenwissen und zur Modellbildung. Daraus wiederum lässt sich ableiten, in welchem Umfang die Unterstützung von Fertigungsabläufen durch weitergehende Automatisierung notwendig und sinnvoll ist.

Fortsetzung aus WOMag 5/2020

4 Ergebnisse und ­Schlussfolgerungen

4.1 Systemanalyse

Durch die Verfahrenstechnologie des thermischen Spritzens wird ein Werkstück beschichtet. Dafür wird in Abhängigkeit von den gewünschten Eigenschaften der Beschichtung (z. B. chemische Zusammensetzung => Korrosionsbeständigkeit, Härte => Verschleißbeständigkeit, Porosität => thermische Isolationseigenschaften) ein geeignetes Beschichtungsverfahren ausgewählt. Nachfolgend werden Ergebnisse berichtet, die beim Beschichten von Proben mit yttriumoxid­stabilisiertem Zirkoniumoxid (Wärmedämmschicht) durch Atmosphärisches Plasmaspritzen (APS) entstanden sind. Abbildung 5 zeigt das Gesamtsystem mit den relevanten Teilsystemen:

  • Mensch: BedienerIn
  • Technisches System: APS-Spritzanlage
  • Schnittstelle(n): Bedienpanels

Die Bedienung der Spritzanlage erfolgt durch qualifiziertes Fachpersonal, aus arbeitsschutzrechtlichen Gründen in der Regel durch zwei Personen. Die detaillierte Beschreibung der Aufgaben und Tätigkeiten findet sich unter Abschnitt 4.2 dieses Beitrags (Psychologische Aufgaben- und Tätigkeitsanalyse). Die Spritzanlage besteht aus mehreren technischen Komponenten. In der Spritzkabine befindet sich de

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