Fachwörter-Lexikon
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Glas, Eigenschaft
Das Glas ist aufgrund seiner amorphen Struktur lichtdurchlässiges und sprödhart. Mit steigender Temperatur nimmt die Sprödigkeit immer mehr ab. Bei Temperaturen über 800 °C können die SiO4-Tetraederfäden gegeneinander abgleiten, das Glas ist dann zähviskos und wird bei weiterer Temperaturerhöhung immer dünnflüssiger.
Das Einfärben von Glas erreicht man durch Zugabe von Verbindungen der Nebengruppenelemente zur Glasschmelze. Die Verbindungen lösen sich in der Glasmasse auf, ihre gebildeten Metallionen färben das Glas.
Nasslackierung
Nasslacke sind die klassische Form, in der Lacke verarbeitet werden. Hierbei handelt es sich um organische Moleküle in einem Lösemittel, die zur Farbgebung Pigmente enthalten. Als Pigmente fungieren anorganische und organische Feststoffe, die eventuell chemisch modifiziert werden und so als in feiner Verteilung im Lack verteilt zu bleiben. Bewährte und sehr beständige Pigmente sind Metalloxide und Metallsulfide, aber auch das klassische Weißpigment Titandioxid. Auf Grund der schärferen Umweltbestimmungen wurden in den letzten Jahren zahlreiche Metallverbindungen durch organische Farbpigmente ersetzt, wodurch die Lichtechtheit für einigen Farbvarianten bei Lacken gesunken ist, das heißt die Lacke ändern im Laufe der Zeit durch Einwirkung von Licht ihre Farbintensität. Die zweite Hauptkomponente der Nasslacke ist das Lösungsmittel mit dem darin gelösten Lackausgangsstoff. Lösemittel sind organische Lösungsmittel und in zunehmendem Maße auch Wasser mit den entsprechenden wasserlöslichen Lösungsmittel. Die Lackschichtbildung kann durch reines Verdunsten des Lösemittels erfolgen. Vor allem bei großtechnischer Lackierung werden aber System eingesetzt, die durch Energiezufuhr (Wärme, Strahlung) zur Reaktion gebracht werden, beispielsweise mit dem Sauerstoff der Luft oder durch Polymerisation von mehreren Komponenten im Lack (2K-, 3K-Lacke). Im Prinzip dient die Zufuhr von Energie in erster Linie zur Beschleunigung der Aushärtung, da viele Nasslacksysteme auch bei Raumtemperatur aushärten können, allerdings in diesem Fall relativ lange Reaktionszeiten in Anspruch nehmen können. Es gibt aber auch Systeme die erhöhte Temperatur benötigen, um die Aushärtung überhaupt in Gang zu setzen. Industrielle Lacksysteme können bereits innerhalb von wenigen Minuten vollständig ausgehärtet sein, insbesondere bei dünnen Lackschichten. Nasslacke haben generell den Nachteil, dass die Lackverteilung durch Schwerkraft und strukturierte Oberflächen ungleichmäßig ist (Kantenflucht). Sehr gleichmäßige Schichtdicken weisen vor allem rotationssymmetrische und sehr lange Substrate auf, wie endloslackierte Rohre oder Drähte.
Anwendung von Zinkschichten
Zinkschichten werden in erster Linie zum Schutz von Eisenwerkstoffen eingesetzt, wobei dem Zink die Rolle zukommt, durch eigenes Auflösung die Korrosion des Grundmaterials zu unterdrücken. Diese Aufgaben übernimmt Zink auf Verbindungsteilen und Stahlbauteilen in Fahrzeugen, auf Verbindungsteilen (Schrauben, Muttern, Nieten) für alle Anwendungen im Baugewerbe, Fahrzeug- oder Maschinenbau, auf Drähten für unterschiedliche Anwendungen oder Rohren und Rohrverbindern für die Leitung von Flüssigkeiten und Gasen.
Auf hochbelasteten Stahlteilen an Bauwerken, Lastfahrzeugen oder Sicherheitseinrichtungen im Straßenverkehr (Masten, Leitplanken) werden höhere Zinkschichten gefordert, weshalb hier an Stelle von galvanisch abgeschiedenem Zink die Feuerverzinkung mit Schichtdicken zwischen ca. 30 µm und bis zu 500 µm zum Einsatz kommt.
Auf Verbindungsteilen können die galvanisch abgeschiedenen Zinkschichten durch Aufbringung von Passivierungen und Versiegelungen neben dem Korrosionsschutz auch definiert wirkende Gleitschichten (maßgelblich ist hier der Reibbeiwert) erhalten. Reib-/Gleiteigenschaften sind vor allem bei Radschrauben wichtig, um die erforderliche Anzugskraft bei Einsatz von Systemen für das automatische Verschrauben definiert einstellen zu können.