Fachwörter-Lexikon
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Grünspan
Das Zusammenwirken des Luftsauerstoffes mit den Nebenbestandteilen der Luft (Schwefeldioxid oder Kohlenstoffdioxid) bewirken bei Kupfer die bekannte grüne Patina, den Grünspan, der das darunterliegende Metall schützt.
Bedampfen
Beim Bedampfen wird ein Material in einem abgeschlossenen Raum in den gasförmigen Zustand versetzt. Auf den Oberflächen aller in diesem Raum befindlicher Gegenstände mit Temperaturen unterhalb der Dampftemperatur kondensiert der Dampf aus und bedeckt die Oberflächen mit einer zunehmend wachsenden Schicht des verdampften Materials. Das Verdampfen wird in einer evakuierten Reaktionskammer vorgenommen, wobei der Druck je nach Art der Bedampfung sowie Größe der Vakuumkammer zwischen 1 mPa und 1 Pa liegen kann. Der geringe Druck ist vor allem deshalb nötig, um Zusammenstöße zwischen dem aufzudampfenden Material und der Gasatmosphäre zu verhindern. Darüber hinaus wird der Sauerstoffanteil in der Vakuumkammer durch wechselweises Fluten mit Stickstoff oder Argon und Abpumpen so gering als möglich gehalten, um Reaktionen zwischen Sauerstoff und Beschichtungsmaterial (Oxidbildung) zu verhindern. Die Beschichtung selbst erfolgt sehr langsam. Die Abscheidungsraten reichen je nach Druck und Werkstoff von 10-2 g/(cm2 s) bis 10-8 g/(cm2 s), weshalb das Verfahren nur für sehr dünne Schichten, beispielsweise von Gold auf Glas, eingesetzt wird. Die Verdampfung des Schichtmaterials kann über eine Widerstandheizung, Elektronenstrahlheizen oder beispielsweise unter Einsatz von Lasern erfolgen.
Durchdringungsverbundwerkstoffe, Keramik-Matrix-Verbunde (CMC)
keramische Matrix mit eingelagerten Teilchen oder Fasern. CMC lassen sich ebenfalls den Faser- oder Teilchenverbundwerkstoffen zuordnen. Ziel dieser Verbünde ist es, die sehr hohe und anwendungsbegrenzende Sprödigkeit der keramischen Werkstoffe zu verbessern. Eingelagerte Teilchen oder Fasern können die Rissausbreitung in der Matrix hemmen und somit das spröde Werkstoffverhalten mildern (quasi-zäh). Da keramische Werkstoffe nicht schmelzflüssig verarbeitet werden können, ist das Einbetten der Fasern und die Formgebung nur pulvermetallurgisch (Mischen und anschließendes Sintern) möglich.