Fachwörter-Lexikon
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Keramische Werkstoffe, Nichtoxidkeramik
Nichtoxidkeramik – z. B. Siliziumcarbidkeramik (SiC) besitzt neben hoher Härte, Verschleißfestigkeit und Temperaturbeständigkeit eine niedrige thermische Ausdehnung, eine hohe Wärmeleitfähigkeit und beste Korrosionsbeständigkeit gegen Säuren und Metallschmelzen. Es wird zu Thermometerschutzrohren und Schmelzbadauskleidungen für Aluminiumschmelzen, zu Heizstäben und Gleitringdichtungsringen verarbeitet.
Sinterteile, Herstellung
Die Herstellung der Werkstücke erfolgt in mehreren Fertigungsstufen: Pulverherstellung durch Verdüsen oder Zerstäuben von Metallschmelzen, Pulvermischen in der gewünschten Materialzusammensetzung (ev. Zugabe eines Gleitmittels, z. B. Stearin, Pressen unter hohem Druck (Zusammenhalt durch Adhäsion, mechanische Verklammerung). Beim Pressen werden die Pulverteilchen an den Berührungsstellen kaltverfestigt. Beim anschließenden Sintern (Glühenverfahren) der gepressten Metallpulverteilchen entsteht durch Diffusion und Rekristallisation ein zusammenhängendes Kristallgefüge. Durch Kalibrieren (nachpressen) erreichen die Werkstücke eine meist ausreichende Maßgenauigkeit und Oberflächengüte.
Qualitätsstähle
Qualitätsstähle sind unlegierte oder legierte Stähle mit besonderen Anforderungen an ihre Eignung zum Kaltverformen, ihre Beständigkeit gegen atmosphärische Korrosion oder ihre elektrischen beziehungsweise magnetischen Eigenschaften. Sie sind daher in der Regel meistens für eine Wärmebehandlung vorgesehen. Der Gehalt an Eisenbegleitelemente wie Phosphor und Schwefel liegt unter 0,045 %. Einsatzgebiete sind die Herstellung von Blechen, Bändern, Rohre und andere Profile.