Solarmodul in Fensterrahmen integrierbar
Ein Photovoltaikmodul für architektonische Zwecke haben CNR-Forscher des Istituto di Struttura della Materia zusammen mit Experten von Glass to Power entwickelt. Die Basis liefert ein in Plexiglasscheiben eingeschlossenes organisches Material, das mithilfe der Lumineszierenden Solarkonzentration Sonnenstrahlen in Strom umwandelt. Beteiligt war auch die Università di Milano Bicocca. Details wurden in Joule-Cell Press publiziert.
Die Funktionsweise der 'Building Integrated Photovoltaics' beruht auf der Fähigkeit organischer Moleküle, die Sonnenstrahlen auf einer großen Bandbreite zu absorbieren und sie mit hohem Wirkungsgrad auf einer anderen Wellenlänge an Solarzellen weiterzugeben, so Projektleiter Giuseppe Mattioli. Diese fangen nicht nur den direkten, sondern auch den indirekten Anteil des Sonnenlichts ein und sind deshalb auch bei diffusem Licht wirksam.
Die Plexiglasmodule lassen sich auf handelsübliche Fernsterrahmen montieren und wandeln über die unsichtbar an den Rändern angebrachten Photovoltaikzellen die Lichteinstrahlung in Energie um. Der große Vorteil dieser Technologie besteht darin, dass die Herstellung der Module auf einem umweltfreundlichen und kostengünstigen Verfahren beruht. Der Arbeitsvorgang, bei dem die Reagenzstoffe mit einem mechanischen Vibrationsrührgerät miteinander vermengt werden, kommt ohne chemische Lösungen aus.
Komplett durchsichtiges Modul
Das Verfahren gewährleistet hohe Ausbeute in relativ kurzer Zeit mit einem Gewichtsverhältnis von Abfall zum Endprodukt, das um 50 niedriger als bei anderen Molekülen mit vergleichbarer Effizienz ausfällt. Im Unterschied zu den bisher üblichen, dunklen oder halbdunklen Paneelen, handelt es sich um ein vollkommen durchsichtiges Modul, das deshalb sowohl unter ästhetischen wie funktionalen Gesichtspunkten seinen Zweck erfüllt. Außerdem kann bei den Lumeniszenzpaneelen auf die beim traditionellen Solarmodul üblichen Winkelvorgaben zur Sonneneinstrahlung verzichtet werden. (pte)
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