Chemnitz unter Spitzenstandorten der Werkzeugmaschinenforschung
Die Technische Universität Chemnitz und das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU gehören zu den Leuchttürmen der Werkzeugmaschinen-Forschung in Deutschland. Das hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) am 22. Mai 2019 mit der Fortsetzung ihrer Förderung des Sonderforschungsbereichs/Transregio (SFB/TRR) 96 Thermo-energetische Gestaltung von Werkzeugmaschinen bestätigt. Der SFB/TRR wird nun bereits in der dritten Runde weitergefördert, die DFG wird in den kommenden vier Jahren rund 10 Millionen Euro an Forschungsgeldern in die beteiligten Standorte Chemnitz, Aachen und Dresden investieren.
In ihrem Bericht bescheinigten die Gutachterinnen und Gutachter den Antragstellern von der TU Chemnitz, der RWTH Aachen, der TU Dresden und dem Fraunhofer IWU die Exzellenz und Alleinstellung des bisher Erreichten und die weiterhin dringliche Relevanz einer Fortsetzung der Werkzeugmaschinenforschung an den Standorten Chemnitz, Aachen und Dresden.
Werkzeugmaschinenforschung in Chemnitz
Seit 2011 forschen die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zur thermischen Genauigkeit von Werkzeugmaschinen. Neben dem Institut für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP) der TU Chemnitz sind drei Professuren der Fakultät für Mathematik beteiligt, die unter anderem die hochkomplexen Simulationsmodelle für eine schnellere Berechnung sinnvoll reduzieren oder die optimale Platzierung von Temperatursensoren an der Maschine berechnen.
Die einzelnen Teilprojekte an der TU Chemnitz und am Fraunhofer IWU arbeiten untereinander sehr eng zusammen, so Dr. Janine Glänzel, Teilprojektleiterin des SFB/TRR. Ein sichtbares Zeichen dieser erfolgreichen interdisziplinären Zusammenarbeit sei die gemeinsam genutzte Klimazelle, in der komplette Maschinen unter verschiedenen klimatischen Bedingungen wie Temperatur, Luftfeuchte oder Zugluft thermo-energetisch analysiert werden. Die klimatischen Einflüsse auf die Präzision der Maschine und die Qualität der Bauteile können enorm sein –Aufgabe ist es, die sogenannte Wetterfühligkeit der Systeme zu beheben.
In der dritten Phase des SFB/TRR steht die Überführung der Einzelmodelle und Korrekturalgorithmen von Maschinen-Baugruppen in die Gesamtmaschine während des realen Betriebs im Fokus. Dadurch wird der Transfer der Korrektur- und Kompensationslösungen in die Industrie ermöglicht. Momentan werden bereits drei Transferprojekte in der Werkzeugmaschinenindustrie und in der Komponentenentwicklung an den drei Forschungsstandorten bearbeitet, weitere sollen folgen.
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