3D-Objekte in Nanobereich geschrumpft
Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben 3D-Objekte bis in den Nanobereich geschrumpft. Der Ansatz der Wissenschaftler basiert auf einem Gerüst, das aus Polyacrylat besteht. Dabei handelt es sich um ein aufnahmefähiges Material, wie es auch in Windeln zu finden ist. Dennoch gibt es bei dieser Technologie noch Limitationen, da die Auflösung des Endprodukts direkt mit der Größe zusammenhängt.
Die Wissenschaftler haben die Struktur aus Polyacrylat mit einer Lösung vermischt, die aus Fluoreszein-Molekülen besteht. Diese heften sich an das Gerüst, sobald sie mit Licht in Berührung kommen. Die Entwickler können Laser benutzen, um Partikel an die gewünschte Stelle zu befördern. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um genetisches Material oder Metallnanopartikel handelt. Um die Struktur nach dieser Vorgehensweise zu schrumpfen, haben die Forscher Säure angewendet. Diese blockiert die negative Ladung des Polyacrylats, wodurch dieses zum Schrumpfen gebracht wird.
Doch die aktuelle Technologie stößt auch an ihre Grenzen, da die Auflösung des Endprodukts direkt mit der Größe korreliert. Ein Objekt, das einen Kubikmillimeter groß ist, hat beispielsweise eine Auflösung von 50 Nanometern. Aber es muss zu einer Größe von einem Kubikzentimeter vergrößert werden, um eine Auflösung von 500 Nanometern zu erzielen. Das Potenzial des Ansatzes ist dennoch beachtlich. Einsatzgebiete sind beispielsweise die Präzisionsoptik für wissenschaftliche Zwecke, Mikroskope und sogar Smartphones. Auch Roboterteile im Nanobereich sind denkbar. (pte)
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