Künstliche Membran macht Menschenhaut Konkurrenz
Forscher der Chinese Academy of Sciences haben eine neue E-Haut entwickelt, die Wind, Regen und Ameisenkrabbeln spürt. Die sensible Haut erkennt leichte Druckveränderungen und wandelt diese in Impulse mit unterschiedlichen Frequenzen um, welche die empfundene Druckintensität widerspiegeln. Die Wissenschaftler haben einen künstlichen Finger hergestellt und zu Testzwecken an einem Arm fixiert. Die Ergebnisse zeigen großes Potenzial für die Entwicklung von Prothesen.
Die künstliche E-Haut besteht aus einem magnetischen Sensor, der mit einer hohlen Polymermembran überzogen worden ist. Anschließend wurden magnetische Kügelchen in den oberen Teil der Membran eingebettet. Bei Druckausübung wird die Membran eingedrückt, wodurch die eingebetteten Magnetkugeln näher zum Sensor bewegt werden. Der erzeugte Widerstand wird an einen elektronischen Schaltkreis weitergegeben, der diese Signale in Impulse umwandelt. Diese Impulse mit unterschiedlichen Frequenzen spiegeln die Intensität des ausgeübten Drucks wider.
Bis dato haben die Forscher mithilfe der E-Haut einen künstlichen Finger hergestellt und diesen an einem künstlichen Arm angebracht. Bei Experimenten konnte der Finger bei Berührungen, die so schwach wie das Krabbeln von Ameisen auf der Hautoberfläche waren, Impulse erzeugen. Zusätzlich konnten Veränderungen der Windgeschwindigkeit und die Größe von Regentropfen, welche mit der Hautoberfläche in Berührung kommen, identifiziert werden. Den Wissenschaftlern zufolge erkennt die neue Technologie Druckveränderungen besser als die menschliche Haut. Dies bedeutet ungeahnte Möglichkeiten im Bereich der Robotik sowie der Prothetik.
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