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Flüssigpolymere machen Transistoren stärker

Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) haben polymere ionische Flüssigkeiten zur verbesserten Schaltleistung von Transistoren entwickelt. Die polymeren ionischen Flüssigkeiten gehören zu den vielversprechendsten Materialen in der Elektrochemie. Sie wurden als dünne Schicht im Feldeffekttransistor aufgebracht.

Anhand von elektrischer Spektroskopie hat Friedrich Kremer von der Abteilung Molekülphysik der Universität Leipzig die Ladungsgeschwindigkeiten im Transistor untersucht. Es zeigte sich, dass der Schaltvorgang mithilfe der dünnen Polymerschicht verbessert wurde und in tiefere Schichten hineinreichte. Der Vorteil der polymeren ionischen Flüssigkeiten ist, dass sie einfacher aufzubringen und anwendungsnäher sind.

Zudem weisen polymere ionische Flüssigkeiten eine hohe mechanische Stabilität über viele Größenordnungen hinweg auf, wie etwa in Bezug auf ihre thermoplastischen, plastischen und gummiartigen Eigenschaften. Damit erweitern sie die Verwendungsmöglichkeiten der ionischen Flüssigkeiten erheblich. Das Ziel ist zukünftig die Entwicklung neuer Transistoren, die mit neuartigen Schaltmechanismen kognitive - also adaptive und merkfähige - Eigenschaften erlangen können, so Wolfgang H. Binder vom Institut für Chemie der MLU.

Originalveröffentlichung: Gating effects of conductive polymeric ionic liquids: Senbin Chen,  Falk Frenzel,  Bin Cui,  Fang Gao,  Antonella Campanella,  Alexander Funtan,  Friedrich Kremer,  Stuart S. P. Parkin  and  Wolfgang H. Binder, Journal of Materials Chemistry C.

http://rsc.li/2Mznsp8

http://uni-halle.de

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