Hochdurchsatzanlage macht KMU fit für Industrie 4.0| WOTech Technical Media

Hochdurchsatzanlage macht KMU fit für Industrie 4.0

Die Hochschule Niederrhein macht einen weiteren Schritt in Richtung Transferhochschule. Auf dem Campus Krefeld West hat sie gestern Abend die ersten Anlagenteile der neuen Hochdurchsatzanlage eingeweiht. Die Anlage soll dazu beitragen Entwicklungsprozesse zu digitalisieren. Profitieren sollen kleine und mittelständische Unternehmen der Region, die mit der Anlage im Hochschule Niederrhein Institut für Oberflächentechnologie (HIT) arbeiten sollen.

Der Ausbau des Oberflächenzentrums zu einer Kooperationsplattform wird zum Teil mit Mitteln aus dem Bund-Länder-Förderprogramm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und Gemeinsamer Wissenschaftskonferenz (GWK) Innovative Hochschule finanziert. Dort war die Hochschule Niederrhein im vergangenen Jahr mit dem Antrag Leuchtturm Niederrhein – Aus der Höhe in die Breite erfolgreich. Seit dem 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2022 erhält die Hochschule Niederrhein insgesamt 5,17 Millionen Euro im Rahmen der Förderung „Innovative Hochschule“.

Untergebracht wird die Anlage im ehemaligen Lacklabor des Fachbereichs Chemie an der Adlerstraße in einer 252 Quadratmeter großen Halle. In den angrenzenden Büros und Laborräumen arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in engem Austausch mit regionalen Unternehmen. Ihnen steht die gesamte Kompetenz der Hochschule Niederrhein im Bereich Oberfläche zur Verfügung.

Kern des Projekts ist die Digitalisierung eines Entwicklungsprozesses durch ein Robotersystem, das die Standards aus Industrie 4.0 auf Innovationen in der Oberflächentechnologie überträgt. Diese vollautomatisierte Hochdurchsatztechnologie dient der Erforschung und Entwicklung ressourceneffizienter und biobasierter Produkte. Das sind zum Beispiel Farben, Lacke, Kleb- und Werkstoffe sowie neue und innovative Bauelemente oder Funktionstextilien. Die Entwicklungen erfolgen jeweils zusammen mit kleinen und mittelständischen Unternehmen. Diese sind normalerweise nicht in der Lage, die Nutzung eines derartigen Hightech-Apparats zu finanzieren.

Dank moderner Automatisierungstechnik soll die Produktentwicklung um den Faktor fünf beschleunigt werden. Hochschulpräsident Prof. Dr. Hans-Hennig von Grünberg untermauert mit dem Oberflächenzentrum seinen Anspruch, Innovationsknoten der Region zu sein. Durch die Nutzung der Anlage können die Unternehmen unmittelbar profitieren.

Die Hochdurchsatzanlage ist nicht nur für Unternehmen interessant, die im Bereich Oberfläche arbeiten. Auch Anlagenbauer sollen angesprochen werden. Ihre Aufgabe könnte es sein, die Roboteranlage laufend fortzuentwickeln und den Anforderungen der Unternehmen anzupassen. Zugleich sollen Dozenten der Hochschule Niederrhein zusammen mit Doktoranden, Studierenden sowie den Mitarbeitern der regionalen KMU in diesem Co-Working-Space gemeinsam angewandte Forschung und Lehre betreiben.

http://www.hs-niederrhein.de/

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