Super-Filter macht Bakterien und Viren den Garaus
Aus Zellstoff und Spezialkunststoff, der elektrisch positiv geladen ist, haben Forscher der Technischen Universität Stockholm einen hocheffektiven Wasserfilter entwickelt. Eingesetzt werden soll er in Katastrophengebieten und in Regionen, in denen es kein sauberes Trinkwasser gibt. Bakterien und Viren, so Projektleiterin Monica Ek, tragen elektrisch negative Ladungen. Der Kunststoff zieht sie wie ein Magnet an und lässt sie nicht wieder los. Sie sterben ab.
Der innovative Filter kann, wenn er am Ende seiner Lebensdauer angekommen ist, verbrannt werden. Das Filtermaterial kann beispielsweise auch als Pflaster oder Wundverband eingesetzt werden. Es eliminiert dann gefährliche Mikroorganismen. Das Team um Ek wollten einen Filter entwickeln, der keinen Strom braucht, sondern nur die Schwerkraft, um Wasser durchlaufen zu lassen. Das Material, das die Bakterien einfängt, gibt keine giftigen Chemikalien ab, wie es andere Systeme zur Trinkwasser-Herstellung tun.
Laut Eks Mitstreiterin Josefin Illergård ist mit dem fantastischen Material ein Weg zur Lösung eines großen Problems in vielen Teilen der Welt gelungen. Die Forscher tauchen Zellstoff in eine Lösung mit positiv geladenen Kunststoffpartikeln. Diese lagern sich an der Oberfläche an. Einmal angedockt, können sich Bakterien und Viren nicht mehr befreien. Einer der Vorteile dieser Methode ist die Tatsache, dass Mikroorganismen keine Resistenzen gegen den Filter entwickeln können. Ganz nebenbei hält der revolutionäre Filter auch Trübstoffe zurück, sodass unten absolut klares Wasser herauslaufe.
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