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Wertvolle Objekte zerstörungsfrei untersuchen

Hochentwickelte Analysemethoden aus den Naturwissenschaften helfen dabei, Rätsel rund um Kunst- und Kulturgüter zu lösen. In sechs öffentlichen Abendvorträgen zeigen Wissenschaftler der Staatlichen Museen zu Berlin, des Kunsthistorischen Museums Wien, der TU Wien, der Sorbonne-Universität in Paris, des Curt-Engelhorn-Zentrums Archäometrie Mannheim sowie der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin auf, wie sie in ihren Laboren kunsthistorische Objekte von der Steinzeit über die Antike bis hin zur Neuzeit untersuchen. Die Termine finden monatlich immer an einem Donnerstag um 19 Uhr an unterschiedlichen Orten in Dresden statt.

Die Naturwissenschaften können ein wertvoller Partner für die Museen sein, wenn es darum geht, Kunst- und Kulturgüter für die Nachwelt zu konservieren und zu bewahren. Sie unterstützen Restauratoren, Kuratoren oder Archäologen aber auch bei Fragen nach Herkunft und Alter von Objekten. An den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gibt es dafür unzählige Beispiele. Dabei ist die Palette an Methoden, die für Kunstuntersuchungen in Frage kommen, groß: Teilchen- und Synchrotron-Strahlung, chemische Verfahren oder auch ein spezielles Bildverfahren, das anzeigt, wie chemische Elemente auf einem historischen Gemälde verteilt sind – und so bislang verborgene Schichten offenbart.

Organisiert wird die erste Vortragsreihe zu diesem Themenkomplex von Dr. Michael Mäder (SKD), Prof. Christoph Herm (Hochschule für Bildende Künste Dresden – HfBK) und Dr. Silke Merchel (Helmholz-Zentrum Dresden-Rossendorf – HZDR). Es geht um die Förderung des Dialogs zwischen Naturwissenschaft und Kunst mit dem Ziel, das Kulturerbe noch besser zu erforschen und zu bewahren. Ihnen gelang es, die sechs ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus Österreich, Frankreich und Deutschland für ihre Vortragsreihe Naturwissenschaftliche Einsichten in Kunst- und Kulturgut zu gewinnen.

Gedacht sind die allgemeinverständlichen Vorträge für Fachleute – Denkmalpfleger, Restauratoren, Kuratoren, Archäologen, Natur- und Kunstwissenschaftler – ebenso wie für die interessierte Öffentlichkeit. Zu den Veranstaltungen wird dreimal ins Kulturrathaus Dresden eingeladen und je einmal in das Residenzschloss, zur Hochschule für Bildende Künste sowie zum Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR). Dort gibt es zudem die Möglichkeit, das Ionenstrahlzentrum, in dem seit vielen Jahren Kunstuntersuchungen in Kooperation mit den SKD und weiteren Partnern stattfinden, zu besichtigen. Die Fachgruppe Analytische Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker und einige Industrieunternehmen unterstützen die Vortragsreihe. Der Eintritt ist frei.

Programm und Termine unter

http://www.naturwissenschaftliche-einsichten.de

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