Führende Rohstoffwissenschaftler stellen r⁴-Forschungsarbeiten vor
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit der Fördermaßnahme r⁴– Wirtschaftsstrategische Rohstoffe 40 Forschungsverbünde, deren Arbeiten das Potenzial an wertvollen Rohstoffen erhöhen werden. Wissenschaftler und Unternehmen entwickeln gemeinsam Technologien, wie sich Indium, Gallium und weitere für die deutsche Wirtschaft wichtigen Metalle umweltgerecht gewinnen oder recyceln lassen. Ihre Forschungen stellten sie auf einer Statuskonferenz in Hannover vor.
Heimische Erzvorkommen mit Anteilen seltener Metalle sind ein Forschungsschwerpunkt der BMBF-Fördermaßnahme r⁴ – Innovative Technologien für Ressourceneffizienz – Forschung zur Bereitstellung wirtschaftsstrategischer Rohstoffe. Dafür entwickeln Forscher moderne Technologien, mit denen sich auch geringe Vorkommen erkunden und abbauen lassen. Der zweite Forschungsschwerpunkt: Recycling und die Kreislaufführung von wirtschaftsstrategischen Rohstoffen. Dafür untersuchen Rohstoffforscher den Abraum ehemaliger Bergwerke oder erforschen neue Methoden, wie sich Elektronikabfall recyceln lässt.
Rund eineinhalb Jahre nach dem Start der BMBF-Fördermaßnahme r⁴ mit insgesamt 60 Millionen Euro stellten Wissenschaftler und Unternehmer ihre Vorhaben und erste Ergebnisse auf einer Statuskonferenz in Hannover vor. 26 Forschungsprojekte haben im ersten Halbjahr 2015 ihre Arbeit aufgenommen. Dazu zählt etwa das Team von DESMEX, das per Hubschrauber und Magnetsensorik unterirdische deutsche Lagerstätten von Mineralien erkundet. Oder das Forschungsteam von REWITA, das die Abraum-Teiche eines ehemaligen Harzer Bergwerks nach Ressourcen wie Indium, Kobalt und Gold untersucht.
Im Juni 2016 gingen weitere 14 Forschungsverbünde im Rahmen von r⁴ an den Start. Ihre Themen sind unter anderem die Erforschung von neuen Rohstoffquellen, etwa im Ostsee-Sand (Projekt SEEsand) oder im Erdöl- und Erdgas-Erkundungsgebiet Norddeutsches Becken (Projekt MinNoBeck). Neue Technologien entwickelt unter anderem das Forschungsteam von Dibras. Damit sollen wertvolle Rohstoffe wie Chrom, Molybdän, Vanadium, Niob und Zinn aus industriellen Schlacken und Filterstäuben gewonnen werden.
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