Höchste Sauberkeit für Präzisionsbleche

Oberflächen 09. 02. 2023
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Vakuumreinigungsanlage Pero R2 erfüllt bei Keytec vielfältige Anforderungen

Präzisionsbleche des tschechischen Unternehmens Keytec kommen in vielen anspruchsvollen Branchen zum Einsatz: in der Automobil- und Elektroindustrie sowie in moderner Heiz- und Klimatechnik. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an die Qualität der Bleche. Um diesen zu genügen, geht Karel Vlasak, Werksleiter bei Keytec im tschechischen Budweis, keine Risiken ein. Er vertraut nur bester Technologie, die sich in einem strengen Auswahlverfahren beweisen muss. So haben sich auch zwei Highend-Reinigungsanlagen R2 von Pero durchgesetzt.

Keytec Precision Components verarbeitet Jahr für Jahr mehr als 10 000 Tonnen Metall­blech. Die Rohbleche werden auf ihrem Weg zum Endprodukt gestanzt, gepresst, gebogen, entgratet, gereinigt, geschweißt, geklebt und teils auch konserviert und montiert. ­Jeder einzelne Fertigungsprozess verlangt Know-how sowie beste Maschinen und Anlagen. Fehler, die einen Ausschuss zur Folge haben, sind ein No-Go, wie Karel Vlasak betont: Aktuell seien zuverlässige Prozessabläufe noch wichtiger denn je, denn Material sei rar. Zudem verzeichnen wir stetig steigende Auftragseingänge und müssen immer zuverlässig liefern. Heißt – wir dürfen nichts verschwenden.

Keytec stellt im tschechischen Budweis rund 500 verschiedene Bauteile her, die unterschiedliche Reinigungsanforderungen haben (Bild: Pero)

 

Das Wachstum bei dem tschechischen Unternehmen basiert auf mehren Säulen und Regionen. Von zunehmender Bedeutung ist nach Aussage von Karel Vlasak die steigende Nachfrage einiger japanischer Konzerne wie Panasonic und Daikin. Während Pana­sonic Präzisionsbleche für mehrere Branchen ordert, konzentrieren sich die Aufträge von Daikin vor allem auf die Heizungs- und Klimatechnik. Dort zählen beispielsweise hochmoderne Klimaanlagen, deren Abwärme zur Warmwasserbereitung genutzt wird, mehr und mehr zu Bestsellern.

KeyTec Ceske Budejovice s.r.o. in Budweis (Bild: Keytec)

 

Angebotsvergleich bei Investitionen

Werksleiter Vlasak ist stolz darauf, dass diese Weltkonzerne seinem mittelständischen Unternehmen Vertrauen schenken. Nach seinen Erfahrungen gehören japanische Unternehmen ebenso wie deutsche zu den anspruchsvollsten weltweit. Dementsprechend sei es zwar ein längerer Prozess, bis der erste Zuschlag erteilt werde. Letztlich konnten wir aber überzeugen und profitieren mit steigenden Umsätzen davon, freut sich der Ingenieur.

Entscheidend für die hohe ­Zuverlässigkeit und Qualität des tschechischen Keytec-Werks ist neben den qualifizierten Mitarbeitern vor allem die hochwertige ­Technik, die in Budweis zum Einsatz kommt. Um stets in bestmögliche Lösungen zu investieren, durchlaufen alle größeren Einkäufe einen strengen Beschaffungsprozess, bei dem zuletzt drei führende Anbieter der jeweiligen Technologie verglichen werden. Auf diese Weise wählte Keytec sämtliche Stanz-, Biege- und Bearbeitungsmaschinen sowie Pressen von 32 Tonnen bis 630 Tonnen aus.

Auch die modernen Vakuumreinigungsanlagen R2 des deutschen Spezialisten Pero AG aus Königsbrunn bei Augsburg mussten sich dem Wettbewerb stellen, um in den Jahren 2015 und 2020 den Zuschlag zu erhalten. Jan Mraz, der als verantwortlicher Ingenieur für den Reinigungsbereich die Anbieterauswahl koordinierte, erinnert sich: Die früher eingesetzten Reinigungsanlagen konnten unsere Anforderungen nicht mehr produktiv erfüllen. Pero zählt nach unserer Erfahrung zu den Top Drei der Branche. Darum war das Unternehmen in der finalen Auswahl dabei.

Jan Mraz (Mitte), bei Keytec verantwortlich für die Bauteilreinigung, zeigt Jakub Tuna (links) und Petr Teverný, Berater bei der tschechischen Pero-Vertriebsgesellschaft Imtos, ein in der Pero R2 perfekt gereinigtes Präzisionsblech (Bild: Pero)

 

Anforderungen an ­Reinigungsanlagen – zuverlässig, flexibel, produktiv

Keytec produziert rund 500 verschiedene Artikel, die unterschiedlichste Anforderungen an Reinigungsanlagen stellen. Manche erforden hohe technische Sauberkeit und Fettfreiheit mit Oberflächenspannungen von bis zu 40 Nm/m. Andere müssen konserviert werden. Manche sind mit lediglich 0,3 mm Materialstärke sehr filigran und weisen komplexe Strukturen auf, andere sind bis zu 8 mm stark und haben große Abmaße. Dabei kommen verschiedene Materialien zum Einsatz – von Baustahl über Kupfer, Zink bis hin zu verschiedensten Aluminiumlegierungen, die abschließend eloxiert oder lackiert werden. Entsprechend wichtig ist für Keytec neben hoher Zuverlässigkeit und großem ­Durchsatz auch die Flexibilität seiner Reinigungsanlagen.

Wenn die einzelnen Komponenten mechanisch bearbeitet sind, werden sie gesammelt und zur Reinigungsanlage transportiert (Bild: Keytec/kk-pr)

Bei Keytec kommen große Pressen mit bis zu 630 Tonnen Presslast ebenso zum Einsatz wie diverse Stanz-, Biege- und andere Bearbeitungsmaschinen (Bild: Keytec/kk-pr)

 

Bei der Präsentation der technischen Daten waren laut Jan Mraz in 2015 und 2020 die drei Anbieter mit ihren Anlagen noch weitgehend gleichauf. Als es dann an die Umsetzung diverser Ansprüche mit ersten originären Bauteilen ging, kristallisierten sich bereits Unterschiede heraus. Der Reinigungsfachmann betont, dass nicht zuletzt der Besuch des Kompetenzzentrums von Pero in Deutschland einen starken Eindruck bei ihm hinterlassen hat.

Am Stammsitz der Pero AG stehen 15 bis 17 verschiedene Serien-Reinigungsanlagen sowie ein Labor für Technische Sauberkeit. Hier testen, analysieren und dokumentieren Experten des Unternehmens die ­Ergebnisse von Reinigungstests, die je nach Bedarf mit lösemittel- oder wasserbasierten Testanlagen durchgeführt werden. Mraz war sich schon früher mit den Reinigungsfachleuten einig, dass für seine Bedarfe nur eine Lösemittel­anlage in Frage kommt. Bei den damaligen Projekten, die teils noch immer laufen, war etwas weniger Reinheit gefordert, so dass nach Aussage von Jan Mraz die Reinigung mit den preiswerteren Kohlenwasserstoffen ausreichende Ergebnisse lieferte. Entsprechend wird die 2015 erworbene Pero R2 noch immer mit diesem Destillat betrieben.

Da Keytec seit dem Jahr 2020 zunehmend Aufträge mit höchsten Reinheitsansprüchen bekommt, war relativ schnell klar, dass in der neuen Anlage eine spezielle Zusammen­setzung von modifiziertem Alkohol als Destillat benötigt wird. So erreichen die Blechprofis Oberflächenspannungen von 40 Nm/m.

Mit viel Know-how zur ­perfekten Reinigungslösung

Ein besonders anspruchsvoller Auftrag für Highend-Sicht-Komponenten, die in der Auto­mobilindustrie zum Einsatz kommen, stellte im Jahr 2020 eine besondere Herausforderung für Keytec dar. Modifizierter Alkohol in der standardisierten Hightech-Anlage Pero R2 führte allein noch nicht zu einer zufriedenstellenden Lösung. Wie Jan Mraz erläutert, sind diese Bauteile sehr empfindlich und dürfen daher im Reinigungsraum nicht gedreht werden.

Laut Jakub Tuna und Petr Teverný, Berater bei der tschechischen Pero-Vertriebsgesellschaft Imtos, ist normalerweise genau dieser Vorgang wichtig. Durch das Drehen in Vollvakuum sorgen die Anlagen nach den Erfahrungen von Tuna dafür, dass das Destillat die Werkstücke an allen Ecken und Enden reinigt. Für diese speziellen Anforderungen galt es daher für die Experten von Pero, eine andere Lösung zu suchen, und sie fanden eine: Der Reinigungstank wird nahezu komplett gefüllt. Dadurch genügt es, die Teile im Raum zu schwenken. Da zudem speziell designte Körbe zum Einsatz kommen, absorbieren die Bauteile die Hitze beim anschließenden Trockenvorgang besonders gut. Mit diesen Anpassungen werden seither die Erwartungen des Kunden zu 100 Prozent erfüllt, so Mraz.

In der Steuerung abgespeichert, können Anlagenbediener das Programm genauso einfach aufrufen wie alle anderen. Am übersichtlichen Touchscreen finden sie schnell alle Funktionen und starten mit wenigen Berührungen den jeweiligen Reinigungsvorgang. Dieser läuft dann komplett automatisch ab. Dabei kann der Mitarbeiter jederzeit am Bildschirm ablesen, was aktuell in der Maschine passiert beziehungsweise wie lange das Programm noch läuft, bis die fertigen Teile ausgegeben werden.

Während eine Mitarbeiterin die zu reinigenden Bauteile in durchlässigen Gitterkörben auf das Zuführsystem setzt (rechts), nimmt eine Kollegin auf der linken Seite die gereinigten Bauteile wieder vom Band; dazwischen findet in der Pero R2 automatisch die Reinigung mit Lösemittel in Vollvakuum statt (Bild: Pero)

Die große Vollvakuum-Reinigungsanlage Pero R2 kann gleichzeitig zwei Körbe aufnehmen und ist dadurch besonders produktiv (Bild: Pero)

Am übersichtlichen Terminal der Pero R2 wählen Anlagenbediener die Programme aus und starten sie; danach lassen sich am Bildschirm der jeweilige Arbeitszustand der Maschine sowie die verbleibende Reinigungsdauer ablesen (Bild: Pero)

 

Pero R2 erfüllt ­sämtliche Anforderungen

Da nicht alle Bauteile bei Keytec direkt weiterverarbeitet werden, ist nicht immer eine fettfreie Oberfläche gewünscht. Deshalb müssen sie mitunter vor Korrosion geschützt, also konserviert werden. Auch dies ist mit der Pero R2 sehr einfach möglich. Für Fachbereichsleiter Jan Mraz ein weiterer Grund zur Zufriedenheit: Keine andere Anlage hat nach seinen Erkenntnissen so gut bei der Konservierung abgeschnitten wie die R2. Wir bekommen stets die Qualität, die wir brauchen.

So erfüllt Pero mit ihrer Hightech-Reinigungsanlage letztlich alle Anforderungen des Keytec-Pflichtenhefts. Fachmann Mraz ist rundum zufrieden: Wir haben durchgängig stabile Reinigungsprozesse und können uns auf die Anlagen immer verlassen. Dabei überzeugt uns nicht nur die Technik. Die zielführende Beratung und der durch Imtos vor Ort befindliche Service hat uns zudem die Entscheidung leicht gemacht.

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