Drucken und Fräsen in 3D

Werkstoffe 06. 06. 2021
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Die Hans Weber Maschinenfabrik und Reichenbacher Hamuel haben eine weitreichende Partnerschaft im Bereich Additive Fertigung vereinbart. Im ersten Schritt bringen die beiden fränkischen Technologieunternehmen 3D-Druck und Fräsen in einer Anlage zusammen.

Die additive Fertigung prägt die Zukunft der produzierenden Industrie wie kaum eine andere Technologie. Auf Basis von digitalen 3D-Konstruktionsdaten lassen sich im Direktex­trusionsverfahren selbst komplexe und großvolumige Bauteile im industriellen Bereich mit geringem Materialeinsatz und auch in kleinen Losgrößen schnell und kostengünstig herstellen. Wenn dazu perfekte Oberflächen und exakte Messtoleranzen gefragt sind, wie beispielsweise im Schachtbereich oder beim Prototypenbau in der Automobilindustrie, dann kommt zusätzlich noch das CNC-Fräsen zum Einsatz. Bisher waren dazu mehrere ­Anlagen notwendig.

Die Hans Weber Maschinenfabrik GmbH, mit Sitz in Kronach, und die Reichenbacher Hamuel GmbH, mit Sitz in Dörfles-Esbach, haben eine Anlage entwickelt, die beides kann: additive Fertigung und Fräsen. Das ­Projekt bildet nach Mitteilung der beiden Unternehmen den Auftakt einer weitreichenden Partnerschaft. Im Rahmen des Weber-Online-Events Think bigger – print faster stellten sie ihre Kooperation sowie das gemeinsame Projekt erstmals dem Fachpublikum vor.

Auf Basis einer langjährigen Expertise im Bereich der Extrudertechnologie hat die Hans Weber Maschinenfabrik die additive Fertigung zur Perfektion gebracht. Weber Additive steht für ein Höchstmaß an Designfreiheit, Funktionsoptimierung und -integration auch bei komplizierten Geometrien – und für ein Plus an Effizienz selbst bei kleinen Losgrößen und Bauteilen mit hohem Individualisierungsgrad. Die Bandbreite der einsetzbaren Werkstoffe reicht von weichen thermoplastischen Elastomeren (TPEs) bis hin zu Materia­lien mit Kohlenstofffaser beziehungsweise Glasfaser hochgefüllten Granulaten (CF/GF). Zum Portfolio von Weber Additive gehören Anlagen für Direktextrusion mit Portalsystem (DX-Series), robotische Fertigungszellen (DXR-Series) und die Teilefertigung im Kundenauftrag.

Die Reichenbacher Hamuel GmbH hat sich mit hoher Innovationskraft als Hersteller von erstklassigen CNC-Bearbeitungszentren weltweit einen Namen gemacht. Alle Anlagen perfektionieren Arbeitsgänge wie Fräsen, Bohren und Sägen unter dem Gesichtspunkt einer kundenspezifischen best-fit-Lösung. Die nach dem Baukastenprinzip konfigurierten Maschinen sind perfekt auf die Anforderungsprofile der Kunden abgestimmt und überzeugen mit präzisen Detaillösungen, hohem Bedienkomfort und beeindruckenden Arbeitsergebnissen.

Wir freuen uns sehr, dass wir mit Reichen­bacher Hamuel eines der erfahrensten und innovativsten Unternehmen im Bereich des CNC-Fräsens als Partner gewinnen konnten. Gemeinsam werden wir an weiteren spannenden Projekten arbeiten, in die unser jeweiliges Know-how einfließen kann, sagt Manuel Kolb, kaufmännischer Leiter Additive Fertigung sowie Robotik und Automatisierung bei Hans Weber.

Der Geschäftsführer der Reichenbacher Hamuel GmbH, Thomas Czwielong, und der kaufmännische Leiter der Sparte Weber Additive, Manuel Kolb, gaben den Kick-Off für die gemeinsame Partnerschaft (Foto: Weber)

 

Über Hans Weber Maschinenfabrik

Die Hans Weber Maschinenfabrik mit Sitz im oberfränkischen Kronach wurde 1922 gegründet. Das Familienunternehmen wird heute in der vierten Generation geleitet von den Geschäftsführern Dr.-Ing. Johannes Weber, Dipl.-Ing. Georg Weber, Dr.-Ing. Markus Weber und Ludwig Weber. Das Unternehmen beschäftigt derzeit 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Hans Weber Maschinen­fabrik entwickelt und produziert intelligente ­Maschinen und Anlagen für die Bereiche ­Extrudertechnologie, Holz- und Metallschleifmaschinen, Robotik und Automatisierung sowie additive Fertigungssysteme.

Text zum Titelbild: Die Hypridmaschine von Weber Additive und Reichenbacher Hamuel während des Druckprozesses (Foto: Weber)

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