Reisner-Kältesystem für die Galvanotechnik

Oberflächen 06. 03. 2019
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Starke Leistung, verlässliche Sicherheit, minimaler Verbrauch

Darf es etwas mehr sein? Die Reisner Cooling Solutions GmbH präsentiert eine Kältelösung für die Galvanotechnik, die jeder Anforderung gerecht wird. Zukunftsweisende Energiespartechnik garantiert extrem niedrige Verbrauchswerte, selbst bei hoher Kälteleistung. Die hier genutzte Technologie der Schraubenverdichtung hat sich als besonders betriebssicher und langlebig bewährt. Mit einer intelligenten Steuerung, einem individuell variablen Kaltwasserkreislauf und der Unterbringung im Container ist diese Anlage so ausgelegt, dass sie auch in vielen Jahren noch mit den Entwicklungen des Kunden Schritt halten kann.

Produktionserweiterung, Energiemanagement oder schlicht ein immer anfälliger werdendes, nicht mehr zeitgemäßes System: Galvanotechnische Unternehmen kennen die Situation, bei der die Kältetechnik auf dem Prüfstand steht. Die Reisner Cooling Solutions GmbH entwirft und fertigt seit fast 40 Jahren individuelle Lösungen für die Branche und weiß, worauf es dabei ankommt. ­Geschäftsführer und Vertriebsleiter Thomas Imenkämper fasst zusammen: Die Prioritäten unserer Kunden liegen bei sicherer Verfügbarkeit, hoher Energieeffizienz und größtmöglicher Flexibilität, denn die Unternehmen entwickeln sich immer schneller. Deshalb haben wir bei der Konzeption unseres neuen Flaggschiffs für die Galvanotechnik besonderen Wert auf diese Punkte gelegt.

In den Kältecontainern sind alle Komponenten leicht zugänglich und ­wartungsfreundlich angeordnet; die Tanks sind stabile Maßanferti­gungen (Bild: Reisner GmbH)

 

 

Vollausstattung, mobil und flexibel

Um den Kältebedarf der galvanotechnischen Produktion zu decken, kombiniert das System eine Schraubenverdichter-Kälte­maschine der neuesten Generation so, dass zwei Temperaturschienen gefahren ­werden können: Über einen Trockenkühler wird der 30 °C-Kreis versorgt, über die Kältemaschine der 12 °C-Kreis. Angeschlossen ist ein maßgefertigter Tank inklusive ­Pumpen und Wasseraufbereitung. Weil umbauter Raum vielfach als kostbares Gut gilt, integriert die Reisner GmbH ihre Anlagen in einen zwölf Meter langen und 2,45 Meter breiten Container. Hier finden alle Komponenten sinnvoll Platz – von der Kältemaschine über den Tank mit seiner Wasseraufbereitung und den Schaltschrank bis hin zu Pumpen und Plattenwärmetauschern. Auf dem Containerdach sind der Kondensator und die Trockenkühler installiert. Letztere können nach dem Prinzip der adiabatischen Kühlung im Sommer mit Wasser besprüht werden, um extreme Spitzenlasten abzufangen.

Damit das Kühlwasser dorthin gelangt, wo es benötigt wird, konstruiert das Reisner-Team für jeden Kunden individuell ein solides Leitungsnetz, exakt an die räumlichen Gegebenheiten angepasst. Zur sauberen, qualitätsbewussten Verrohrung kommen korrosionsfreie Materialien zum Einsatz, was dem System zusätzliche Stabilität verleiht. Schon bei der Erstinstallation werden immer Anschlussmöglichkeiten für die zukünftige Entwicklung mitbedacht. Auch die speziell programmierte Steuerung ist auf Zuwachs ausgelegt. Auf Wunsch werden bereits bestehende Kälte­systeme darin eingegliedert, etwa als Teil­redundanz, welche die Betriebssicherheit erhöht. Mit Hilfe eines übersichtlichen Touchpanels am Schaltschrank lassen sich alle ­Betriebszustände intuitiv ablesen, und die Anlage lässt sich leicht bedienen – auch von Personal, das neu in die Materie einsteigt. Wenn der Container weit von der Halle entfernt oder schwer zugänglich ist, wird bei ­Bedarf ein zweites Panel direkt im Produk­tionsbereich installiert.

In den Tank integriert, befreit das Rücklauffiltersystem mit seinen Edelstahleinsätzen das Kühlwasser unkompliziert von Feststoffen (Bild: Reisner GmbH)

 

Leistung rauf, Verbrauch runter

Die ausgereifte Steuerung trägt entscheidend dazu bei, dass mehr Kälteleistung für die Galvanotechnik nicht durch mehr Energieverbrauch erkauft werden muss. Im Gegenteil: Die intelligente Kühlung kombiniert drei wirkungsvolle Technologien zur Energieeinsparung. Neben der Kältemittel-Vorkühlung ECO ist es vor allem die variable Kondensation, mit der das System den Verbrauch drosselt. Wie Thomas Imenkämper erläutert, passt die Vario-Technologie die Kondensa­tionstemperatur der Kälteanlage den aktuellen Umgebungstemperaturen an. Je niedriger die Außentemperatur, desto weniger muss der Verdichter leisten, und desto geringer fallen Stromverbrauch und Betriebskosten aus. Auch die Trockenkühler sparen bei kühlerer Witterung Energie ein, indem zwei Trockenkühler vorgesehen sind, von denen einer zur Winterentlastung genutzt werden kann. Fällt die Temperatur unter einen systemabhängig vorgegebenen Grenzwert, schaltet die Kälte­maschine ab, und der Trockenkühler übernimmt komplett. In dieser auch als freie Kühlung bekannten Betriebsweise verbraucht der Kältemaschinenverdichter keine Energie mehr.

Stromkosten (€/Jahr) für Kältetechnik bei der Nutzung einer 160-kW-Kälteanlage mit 6000 Stunden pro Jahr und einem Strompreis von 15 ct/kWh (Bild: Reisner GmbH)

 

Die Verbrauchswerte des so aufgebauten Systems bilden den starken Einspareffekt eindrucksvoll ab. Während eine beispielhafte herkömmliche 160-kW-Kälteanlage ohne Reisner-Vario und ohne Winterentlastung pro Jahr 258 760 kWh verbrauchen würde, reduziert schon der Vario-Einsatz den Stromverbrauch auf 160 850 kWh. Unter Einbezug der Winterentlastung sinkt der Energieeinsatz noch einmal deutlich, und die Kältetechnik verbraucht pro Jahr nur noch 66 .183 kWh. Diese Energiespartechnologien reduzieren den nötigen Stromeinsatz also um 75 Prozent. Das bedeutet eine Stromkostenersparnis von rund 30 000 Euro pro Jahr (Stand 2019).

Sauber und sicher – auf Dauer

Dass sich auch die Kühlwasserqualität stark auf den Energieverbrauch auswirkt, wird häufig unterschätzt. Nicht nur deshalb hat die Reisner  mbH ein umfassendes Wasserpflegeprogramm etabliert, was auch im neuen Galvanotechniksystem zum Einsatz kommt. Dabei befreit zunächst eine Vollstrom-Rücklauffilterbatterie mit Filterkörben aus Edelstahl das Kühlwasser von Feststoffen. Dieser Filter funktioniert drucklos und rückstau­sicher. Sind seine Einsätze verstopft, gelangt das Wasser trotzdem in den Tank. Die Produktion läuft weiter und muss auch zum Filterwechsel nicht unterbrochen werden. Eine perfekt abgestimmte Dosierung von Korrosionsinhibitor und Bioziden beugt Rost und Algenbefall vor. Das schützt nicht nur die Wärmetauscher, sondern auch die Produk­tionsanlagen, die mit dem Kühlwasser in Kontakt kommen.

Ein weiteres Plus für die Betriebssicherheit: Das Reisner-Team betreut die Kältetechnik auch nach der Inbetriebnahme mit regelmäßiger vorbeugender Instandhaltung und ist im Fall des Falles sofort zur Stelle. Weil auch das Betreiberpersonal selbst viel zu Funktion und Werterhalt des Systems beitragen kann, wird es bei der Inbetriebnahme umfassend in Bedienung und Pflege der Anlagen geschult.

Bereit für die Zukunft

Schon in der Projektierungsphase setzen Thomas Imenkämper und sein Team auf enge Zusammenarbeit mit dem Kunden. Anhand von übersichtlichen 3D-Visualisierungen präsentieren sie regelmäßig den Entwicklungsfortschritt. So kann sich der Kunde jederzeit überzeugen, dass die Kältetechnik nach seinen Vorstellungen aufgebaut wird. Im Container werden alle Komponenten optisch ansprechend und perfekt zugänglich angeordnet. Die Verrohrung wird so geplant, dass sie sämtliche Optionen offenhält.

Thomas Imenkämper, Geschäftsführer der Reisner Cooling Solutions GmbH (Bild: Reisner GmbH)

 

Mit R513a kommt darüber hinaus ein Kältemittel zum Einsatz, das dank seines niedrigen GWP-Werts (GWP = Global Warming Potential) auch langfristig sicher und preisgünstig verfügbar sein wird. Künftiger Mehrbedarf wird vom Hersteller mit eingeplant, soweit er sich zum Startzeitpunkt berücksichtigen lässt. So ist der Galvanikbetrieb ­bereits mit der Inbetriebnahme perfekt aufgestellt, um allen künftigen Herausforderungen zu begegnen.

Kontakt

Reisner Cooling Solutions GmbH, Thomas Imenkämper
Schäferkampstraße 18, D-59439 Holzwickede

  • www.reisner-cooling.de

Text zum Titelbild: Spezielle Pumpen zur automatischen Biozid- und Korrosionsschutzdosierung sind in die Steuerung eingebunden und schützen nachhaltig vor Korrosion, Algen- und Bakterienbefall (Bild: Reisner GmbH)

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