Verbandsinformationen - GKV  -  ZVO  -  GDA  -  DGM

Verbände 11. 03. 2018
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Gesamtverband Kunststoff­verarbeitende Industrie (GKV)

FSK wird Trägerverband des GKV

Der FSK, Fachverband ­Schaumkunststoffe und Polyurethane e. V., ist zum 1. Januar 2018 als fünfter Trägerverband dem Gesamtverband Kunststoffverarbeitende Industrie e. V. (GKV) beigetreten. Der FSK ist seit mehr als 50 Jahren der führende Fachverband der Schaumkunststoff- und Polyurethanverarbeitung in Deutschland. Zu den Mitgliedern des FSK gehören Rohstoffunternehmen, Maschinenhersteller, Systemhäuser/Formulierer und vor allem verarbeitende Unternehmen aus den Werkstoffbereichen Polyurethan, Polypropylen, Polyethylen, Kautschukschäume, Melaminharzschaum und PVC-Schaum.

Neben den Anwendungsgebieten Verpa­ckung, technische Teile, Bau, ­Konsumwaren und faserverstärkte Kunststoffe, deren Branchenorganisationen bereits Träger des GKV sind, ist nunmehr ein weiterer Wirtschaftszweig der Kunststoffverarbeitenden Industrie im GKV vertreten. Mit dem Beitritt des FSK wird der GKV als Branchenvertretung für die Kunststoff verarbeitende Industrie weiter gestärkt, so Dr. Oliver Möllenstädt, Hauptgeschäftsführer des GKV.

Geschäftsführer des GKV und seiner Trägerverbände v.l.n.r.: Dr. Elmar Witten (AVK), Michael Weigelt (TecPart), Dr. Oliver Möllenstädt (GKV), Klaus Junginger (FSK), Ralf Olsen (pro-K), Ulf Kelterborn (IK)

 

Den größten Polyurethan-Absatzmarkt bilden die Bereiche Automotive-Anwendungen, Dämmung und Bauprodukte sowie Möbel und Matratzen. Weitere Anwendungen wie Lacke, Farben, Gehäusebauteile und technische Anwendungen weisen hingegen einen geringeren Marktanteil auf. Nach Aussage von Klaus Junginger, Geschäftsführer des FSK, beschäftigen die FSK-Mitgliedsunternehmen über ٥٠ 000 Mitarbeiter in der Polyurethanindustrie in Europa und erwirtschaften einen Umsatz von circa neun Milliarden Euro. Deutschland ist nach seinen Worten mit rund 30 Prozent des europäischen Marktes nicht nur das führende ­Polyurethan-Land in Europa, sondern ist auch international eines der stärksten Länder für die Polyurethanverarbeitung.

  • www.gkv.de

Zentralverband Ober­flächentechnik e.V. (ZVO)

Leitfaden zur ­Schadensverhütung in Galvaniken erschienen

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. hat gemeinsam mit dem ZVO einen Leitfaden mit dem Titel: Galvanotechnische Betriebe – Gefahren, Risiken, Schutzmaßnahmen erstellt. Die Publikation zur Schadensverhütung in galvanotechnischen Betrieben vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. und dem ZVO zeigt Risiken auf und gibt Hinweise zur Vermeidung von Bränden und Explosionen.

Brandereignisse in galvanotechnischen Betrieben – umgangssprachlich als Galvaniken bezeichnet – sind in den vergangenen Jahren zunehmend in den Fokus gerückt. Regelmäßig waren Feuer- und Explosionsschäden und in deren Folge Betriebsunterbrechungen zu verzeichnen. Ebenso entstanden Umweltschäden, zum Beispiel durch Brandfolgeprodukte, kontaminiertes Löschwasser und auslaufende Chemikalien.

In der Publikation werden Gefahren und Risiken aufgezeigt, die durch Brände, Explosionen und durch die Ausbreitung von Rauch und Brandfolgeprodukten entstehen können. Die Publikation enthält Hinweise zur Vermeidung von Bränden und Explosionen sowie deren Auswirkungen und beschreibt mögliche bauliche, anlagentechnische sowie organisatorische Schutzmaßnahmen. Eine Checkliste für Galvanikbetriebe und Hinweise auf weiterführende Literatur runden die Publikation ab.

Als galvanotechnischer Betrieb im Sinne des Leitfadens gelten Anlagen zum Aufbringen von metallischen Schichten auf Oberflächen mithilfe von elektrolytischen Wirkbädern durch Anlegen einer externen Spannung sowie Anlagen zur Oberflächenbehandlung von Metallen und Kunststoffen durch ein außenstromloses, chemisches Verfahren (Metallabscheidung, Phosphatieren, Brünieren, Chromatieren, Passivieren …). Der Leitfaden gilt auch für Anlagen zur chemischen oder elektrolytischen Entfernung von Metalloxiden oder Verunreinigungen auf Oberflächen mit Hilfe von Prozessbädern mit anorganischen (wasserlöslichen) oder organischen (auch kohlenwasserstoffhaltigen) Inhaltsstoffen (Entfetten, Entlacken, Beizen).

Die Publikation bezieht sich nicht auf Verfahren zur Aufbringung von Schichten ohne Beteiligung von elektrolytischen oder chemischen Prozessbädern (Lackieren, Pulverbeschichtung, Feuerverzinken, Gasphasenabscheidungsverfahren …).

Der Leitfaden Galvanotechnische Betriebe - Gefahren, Risiken, Schutzmaßnahmen; VdS 3412 : 2018-01 (01) erscheint im VdS-Verlag. Auf der Website des VdS-Verlags stehen ein offenes PDF und gedruckte Exemplare zu Verfügung

  • https://shop.vds.de/de/produkt/vds-3412/

Für größere Mengen gedruckter Exemplare sieht der VdS-Verlag Staffelpreise vor.

Grundsätzlich ist es ratsam, den Versicherer bei der Planung von Neu- und Umbauten frühzeitig zur Beratung hinzuzuziehen.

  • www.zvo.org

    Neues aus der Normung

Der Arbeitskreis chemische und elektrochemische Überzüge informiert über neue Normen zu metallischen und anderen anorganische Überzüge in der DIN EN ISO 27830 und DIN EN ISO 9717:

  • DIN EN ISO 27830 Metallische und andere anorganische Überzüge – Anforderungen für die Bezeichnung von metallischen und anderen anorganischen Überzügen (ISO 27830:2017); deutsche Fassung EN ISO 27830:2017
    Dieses Dokument legt die technischen Anforderungen an metallische und andere anorganische Überzüge fest, um einheitliche technische Normen zu entwickeln und um einen genormten Aufbau für die Bezeichnung der Überzüge zu erstellen. Sie gilt für internationale Normen für Überzüge, die durch elektrolytische (galvanische) und autokatalytische Metallabscheidung und Aufdampfverfahren hergestellt werden. In diesem Dokument sind keine ausführlichen Anforderungen an einzelne Überzüge angegeben, diese können jedoch den internationalen Normen entnommen werden, die in den Literaturhinweisen aufgelistet sind.

Die Norm gilt nicht für Überzüge, die durch thermisches Spritzen und Emaillieren hergestellt werden.

  • DIN EN ISO 9717 Metallische und andere anorganische Überzüge – Phosphatüberzüge auf Metallen (ISO 9717:2017); deutsche Fassung EN ISO 9717:2017
    Dieses Dokument legt ein Verfahren zur Bestätigung der Anforderungen an Phosphat­überzügen fest, die üblicherweise für die Aufbringung auf Eisenwerkstoffen, Zink, Cadmium und deren Legierungen (siehe Anhang B) bestimmt sind.

Die Dokumente können beim Beuth Verlag (www.beuth.de) bezogen werden.

  • www.zvo.org

Gesamtverband der Aluminium­industrie e.V. (GDA)

ALUMINIUM 2018 Conference: Call for Papers startet

Zum fünften Mal plant und organisiert der GDA gemeinsam mit Messeveranstalter Reed Exhibitions die begleitende Conference zur ALUMINIUM (09.–11. Oktober 2018). Unter dem Titel Aluminium - Material for the Future sind Vorträge zu den Themenbereichen Plant and Equipment, Additive Manufacturing, Automotive, Surface, Recycling Technologies und Aluminium Markets vorgesehen. Die Vorträge sollen einen breiten und intensiven Überblick über die Zukunftschancen des Werkstoffs Aluminium in den verschiedenen Anwendungsmärkten geben. Ab sofort können Themenvorschläge und Vorträge eingereicht werden.

Experten aus Unternehmen, Forschungsinstituten und Universitäten sind eingeladen, Vorträge zu den einzelnen ­Themenbereichen einzusenden. Die eingereichten Beiträge werden von einem Programmausschuss geprüft, der auch gegebenenfalls weitere Themenbereiche zulassen wird. Die Beiträge werden in einem Tagungsband gesammelt und veröffentlicht.

Die Vorträge und Präsentationen sollten in englischer Sprache verfasst sein. Für den diesjährigen Kongress wird wieder eine Simultanübersetzung in Englisch und Deutsch angeboten. Einsendeschluss für die Abstracts ist der 16. April 2018.

Der Conference zur ALUMINIUM 2018 startet jeweils morgens um 9.30 Uhr und endet um 16.30 Uhr. Die Dauer der einzelnen Sessions mit jeweils sechs Vorträgen beträgt einen halben Tag. Die Themen sind so kombiniert, dass die Kongressbesucher die Möglichkeit haben, die zweite Hälfte des Tages auf der Messe zu verbringen. Die Sessions sind einzeln buchbar.

Inhaltliche Fragen zum Call for Papers beantwortet Wolfgang Heidrich (E-Mail: wolfgang.heidrich@aluinfo.de). Weitere Informationen stehen auf der Conference-Website (www.aluminium-conference.de)zur Verfügung.

  • www.aluinfo.de

Deutsche Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM)

Christian Greiner vom KIT mit
ERC Consolidator Grant ausgezeichnet

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) untersucht Dr. Christian Greiner wie sich Metalle in Reibkontakten verhalten. Ziel seiner Arbeiten ist es, durch die Reduzierung von Reibung und Verschleiß den Verbrauch an Energie und Rohstoffen zu verringern. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council – ERC) hat Dr. Greiner nun mit einem Consolidator Grant ausgezeichnet und fördert ihn in den kommenden fünf Jahren mit zwei Millionen Euro.

 

Reibung und Verschleiß sind gemeinsam für ein Drittel der im Verkehr verbrauchten Energie verantwortlich und beeinflussen die Lebensdauer vieler Produkte entscheidend. Die Entwicklung von reibungsoptimierten Metalllegierungen ist deshalb zwingend erforderlich, um Energie und Rohstoffe einsparen zu können. Um dieses Ziel zu erreichen untersuchen Dr. Christian Greiner und ­seine ­Arbeitsgruppe, wie sich die Mikrostruktur von Werkstoffen durch eine sogenannte tribologische Beanspruchung ändert. Diese tritt dann auf, wenn Bauteile in Kontakt miteinander stehen und sich relativ zueinander bewegen. Das Institut für Angewandte Materialien (IAM) und das MikroTribologie Centrum µTC, eine gemeinsame Initiative des KIT und des Fraunhofer-Instituts für Werkstoffmechanik IWM, bieten Dr. Greiner dabei das ideale Umfeld. Im vom ERC geförderten Projekt TriboKey (Deformation Mechanisms are the Key to Understanding and Tayloring Tribological Behaviour) werden für verschiedene Legierungen die Verformungsprozesse unter einer Reibbelastung und die dadurch hervorgerufenen strukturellen Änderungen im Inneren der Metalle untersucht. Die Forscher um Dr. Greiner werden dazu in einem einmaligen Ansatz Reibexperimente mit Methoden der zerstörungsfreien Prüfung sowie mit Data Science-Algorithmen und ­hochauflösender Elektronenmikroskopie koppeln. Ziel des Projekts ist es, Leitlinien zur Entwicklung von Materialien mit maßgeschneidertem Reib- und Verschleißverhalten aufzustellen.

Christian Greiner forscht seit 2010 am KIT. Seit 2013 leitet er die Emmy Noether-Forschungsgruppe Materials Tribology – Materialien unter tribologischer Belastung am IAM-CMS. 2015 erhielt er den Status KIT Associate Fellow für herausragende Nachwuchswissenschaftler. Ausgezeichnet wurde er unter anderem 2015 mit dem Masing-Gedächtnispreis der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde (DGM) sowie 2014 mit dem Lecturer Award der Federation of European Materials Societies (FEMS).

Mit dem Consolidator Grant fördert der Euro­päische Forschungsrat Projekte herausragender Wissenschaftler, deren Promotion sieben bis zwölf Jahre zurückliegt und deren eigene unabhängige Arbeitsgruppe sich in der Konsolidierungsphase befindet. In der Ausschreibungsrunde 2017 hat der ERC Consolidator Grants für 329 Projekte mit einem Gesamtvolumen von 630 Millionen Euro vergeben; eingegangen waren 2539 Anträge. Die Bewilligungsquote beträgt damit 13 %.

  • www.dgm.de

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