DEBURRING – Innovative Lösungen für Entgrataufgaben und präzise Oberflächen

Oberflächen 05. 09. 2017
  • Autoren dieses Artikels
  • 940x gelesen
2. Fachmesse für Entgrattechnologie und Präzisionsoberflächen DeburringEXPO vom 10. bis 12. Oktober 2017 in Karlsruhe

Durch sehr anspruchsvolle Spezifikationen hinsichtlich Toleranzen und Oberflächengüte rücken bei der Fertigung von Präzisionsteilen das Entgraten, Verrunden und Oberflächenfinish immer mehr in den Fokus. Mit mehr als 125 Ausstellern präsentiert die DeburringEXPO dafür das international wohl größte Angebot an innovativen, weiterentwickelten und bewährten Lösungen. Wertvolles Know-how bietet die zweite Fachmesse für Entgrattechnologie und Präzisionsoberflächen darüber hinaus durch ihr zweisprachiges Fachforum. Sie findet vom 10. bis 12. Oktober 2017 auf dem Messegelände Karlsruhe statt.

Unabhängig davon, dass die ­Anforderungen an die Oberflächen von Präzisionsteilen je nach Produkt, Einsatz und Branche ­variieren, stellen sie Fertigungsunternehmen vor neue Herausforderungen. So sind beispielsweise gratfreie Bauteile und Werkstücke mit definierten Kanten und Verrundungen in immer höherer Präzision herzustellen. Oberflächenveredelungen, die Reibung, Verschleiß und Geräuschentwicklung minimieren sowie Leistungs- und Lebensdauersteigerungen ermöglichen, werden ebenfalls gefordert. Hinzu kommen Fertigungsschritte zur exakten Formgebung, bei denen Bearbeitung und Oberflächenfinish zunehmend ineinander fließen. Als die Beschaffungs- und Kommunikationsplattform für das Entgraten, Verrunden und die Herstellung von Präzisions­oberflächen präsentiert die DeburringEXPO innovative und weiterentwickelte ­Produkte, Verfahren und Dienstleistungen, um diese steigenden Anforderungen effizient und prozesssicher zu erfüllen. Hartmut Herdin, Geschäftsführer der veranstaltenden fairXperts GmbH & Co. KG, erwartet für die diesjährige Messe mindestens 150 Aussteller, von denen viele die Messe nutzen werden, um neue Lösungen vorzustellen. Die 2. Fachmesse für Entgrattechnologie und Präzisionsoberflächen wird damit deutlich größer und internationaler als die Premierenveranstaltung 2015.

Branchen- und technologie­übergreifendes Ausstellungsportfolio

Ob Automobilindustrie, Automatisierungs­technik, Antriebs- und Getriebetechnik, Luftfahrt, Maschinenbau, Medizintechnik, Sanitärindustrie, Uhrenindustrie oder Werkzeug- und Formenbau, mit ihrem Ausstellungsprogramm deckt die Messe das gesamte Spektrum für die Entgratung, Verrundung und Herstellung von Präzisionsoberflächen ab. Neben einem repräsentativen Überblick über die verschiedenen Verfahren, Anlagen, Werkzeuge sowie Prüf-, Mess- und Analysemethoden ermöglicht die Fachmesse auch die gezielte Information über Trends und ­aktuelle Entwicklungen.

Vorgestellt werden beispielsweise innovative Gleitschlifflösungen für die Einzelteil­bearbeitung, die sich einfach in automatisierte Linienfertigungen integrieren lassen und hochgenaues, prozesssicheres Entgraten, Kantenverrunden, Glätten, Schleifen und Polieren hochwertiger, geometrisch komplexer Bauteile im Fertigungstakt ermöglichen.

Beim ECM-Entgraten sorgen neu entwickelte Generatoren dafür, dass Ra-Werte von 0,1 µm und besser – je nach Ausgangszustand – erzielt werden können. Sie vermeiden außerdem das so genannte Stray Machining, das in Randbereichen zu einem schlechteren Bearbeitungsergebnis führen kann.

Darüber hinaus wurde ein neues ECM-Verfahren unter anderem speziell für die Oberflächenveredelung 3D-gedruckter, metallischer Komponenten entwickelt. Damit lassen sich Mikro- und Makrostrukturen an Innen- und Außenflächen in einer Bearbeitung verbessern. Es werden dabei innerhalb kurzer Zykluszeiten definierte Oberflächeneigenschaften reproduzierbar erzielt.

Das PECM-Verfahren ermöglicht speziell bei anspruchsvollen Werkstoffen die gratfreie Herstellung von dreidimensionalen Formen, Konturen und Strukturen in sehr hoher Präzision und Oberflächenqualität. Die Bearbeitung erfolgt im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren mit höherer Genauigkeit hinsichtlich der Bauteildimensionen und -toleranzen sowie ohne thermische Beeinflussung.

Das Druckfließläppen, auch Strömungsschleifen und Abrasive Flow Machining (AFM), wird vorrangig eingesetzt, um schwer zugängliche Werkstückbereiche und innenliegende Flächen von hochwertigen Komponenten aus Metall und Keramik zu bearbeiten, bei denen klassische Verfahren nicht ans Ziel führen.

Für das Entgraten und Bearbeiten von spritzgegossenen, gepressten oder ­spanabhebend gefertigten Kunststoffteilen präsentiert die DeburringEXPO ebenfalls unterschiedliche Lösungen. Dazu zählen beispielweise das kryogene Entgraten, das mit flüssigem Stickstoff in Verbindung mit Kunststoffgranulat bei Temperaturen bis minus 150 °C durchgeführt wird und das Entgraten mit Kohlenstoffdioxid-Trockeneis. Die Entfernung von innen- und außenliegenden Graten – auch an schwer zugänglichen Stellen – an Teilen aus Thermoplasten ermöglichen spezielle Anlagen für das thermische Entgraten.

Ein dreitägiges, integriertes Fachforum rundet das Angebot der DeburringEXPO ab. Alle Vorträge werden simultan Deutsch <> Englisch übersetzt. Die Referate bieten Informationen zu Grundlagen und Expertenwissen über innovative Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen, über Praxisbeispiele und Benchmark-Lösungen.Doris Schulz

  • www.deburring-expo.de.
 
 
 
 
 

Relevante Unternehmen

Video(s) zum Thema

Werbepartner

Links zu diesem Artikel

Aus- und Weiterbildung

Top