Aktuelles – Persönlichkeiten

Oberflächen 04. 02. 2017
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Dr. Andreas Zielonka 60 Jahre

Am 7. Januar 2017 feierte Dr. Andreas Zielonka, Leiter des Forschungsinstituts Edelmetalle + Metallchemie fem, seinen 60. Geburtstag.

Nach dem Schulbesuch in Leipzig begann Dr. Zielonka seine berufliche Ausbildung zum Galvaniseur bei der Galvanotechnik Leipzig. Dem Abitur folgte ein Studium der Elektrotechnik, Elektrochemie und Galvanotechnik bei Prof. Liebscher an der TU Ilmenau. Nach Abschluss seines Studiums trat er 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter in das Technologiezentrum Oberflächentechnik und Umweltschutz Leipzig (TZO) ein. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem TZO Leipzig und der TU Ilmenau ermöglichte es Dr. Zielonka, zwischen 1983 und 1987 Forschungsarbeiten für das TZO Leipzig an der TU Ilmenau durchzuführen und gleichzeitig seine Dissertation zu erarbeiten.

Die Kombination einer Galvaniseurlehre mit einer akademischen Ausbildung auf dem Gebiet der Elektrochemie und Galvanotechnik war der Grund für Prof. Christoph Raub, damaliger Leiter des fem, sich um Dr. Zielonka als Mitarbeiter zu bemühen. 1991 trat Dr. Zielonka als wissenschaftlicher Mitarbeiter am fem ein; seit 2001 ist er Leiter des Forschungsinstituts.

In seiner langjährigen Tätigkeit am Institut entwickelte Dr. Zielonka das fem kontinuierlich weiter. Zunächst wurde das Institutsgebäude aus den fünfziger Jahren vollständig saniert und die Gesamtfläche in den Jahren 2004 und 2011 durch zwei Erweiterungsbauten mehr als verdoppelt. Die räumliche und gerätetechnische Erweiterung führte zu neuen Forschungsschwerpunkten und einem Anstieg des Personals auf heute über 80 Angestellte.

Neben seinen vielfältigen Aufgaben als Institutsleiter ist Dr. Zielonka in verschiedenen Organisationen ehrenamtlich engagiert, wie zum Beispiel im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO), dem Vorstand der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF), dem Vorstand des Zentrums Oberflächentechnik Schwäbisch Gmünd (Z.O.G.) und dem Vorstand des Edelmetallverbandes Schwäbisch Gmünd. Seit 2006 hat er eine Gastprofessur an der Akademie der Wissenschaften in Sofia. Er ist Vertreter Deutschlands und Mitglied im Vorstand der European Academy of Surface Technologie (EAST). Zudem ist er im Beirat des Leuze Verlages und in verschiedenen Fachausschüssen.

Neuer Lehrstuhl Digital Additive Production DAP an der RWTH Aachen

Mit Wirkung zum 1. August 2016 folgte Univ.-Prof. Dr.-Ing. Dipl. Wirt.-Ing. Johannes Henrich Schleifenbaum dem Ruf auf den neu eingerichteten Lehrstuhl Digital Additive Production DAP der Fakultät für Maschinenwesen an der RWTH Aachen University. Zudem übernahm er zum 1. November 2016 die Leitung des Kompetenzfeldes Generative Verfahren und funktionale Schichten am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen.

Gemeinsam mit der RWTH Aachen, der FH Aachen und Industriepartnern bilden die Fraunhofer-Institute ILT und IPT auf internationaler Ebene ein starkes Netzwerk für die additiven Fertigungstechnologien. Neben dem im April 2016 eröffneten Cluster Photonik auf dem RWTH Aachen Campus, dem dort ansässigen Aachen Center for Additive Manufacturing (ACAM) sowie dem BMBF-Forschungscampus DPP, ferner dem Aachen Zentrum für 3D-Druck, einer BMBF-geförderten Forschungsgruppe des Fraunhofer-ILT und der FH Aachen sowie zahlreichen weiteren Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft rundet der Lehrstuhl DAP das breite Angebot der Aachener Forschungs- und Entwicklungslandschaft in diesem Bereich ab.

Mit dem neu gegründeten Lehrstuhl Digital Additive Production DAP wird die RWTH Aachen dem steigenden Bedarf aus Forschung und Industrie an Know-how für additive Produktionstechnologien gerecht. Für Prof. Schleifenbaum steht bei seiner übergreifenden Tätigkeit die industrielle Verfügbarmachung von anwendungsorientierter Forschung klar im Vordergrund: Neben Forschung und Ausbildung sind nach seinen Worten insbesondere die Applikationen und der Wissenstransfer in die Wirtschaft wichtig. Dafür bietet das kooperative Umfeld aus RWTH Aachen, der Fraunhofer-Gesellschaft und industriellen Partnern einen idealen Nährboden. So wird mit dem Verbund die produzierende Industrie nachhaltig gestärkt und dem Anspruch der Partner nach umsetzbaren Lösungen nachgekommen.

Der Weg für die industrielle Nutzbarmachung der FuE-Ergebnisse ist durch die Anbindung des neuen Lehrstuhls DAP an das Fraunhofer-ILT über gemeinsame Industrieprojekte geebnet. Am 1. November 2016 übernahm Prof. Schleifenbaum am Fraunhofer-ILT die Leitung des Kompetenzfeldes Generative Verfahren und funktionale Schichten. Der Schwerpunkt dieser Abteilung mit weit mehr als 100 Mitarbeitern liegt in der stetigen Weiterentwicklung und industriellen Verfügbarmachung von additiven Fertigungsprozessketten. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung von Maschinen, die Planung von AM-Fabriken, die Entwicklung von Design- und Datentools für die additive Fertigung sowie umfassende Beratungsleistungen von der Bauteilberatung bis hin zur Business Case-Bewertung für die produzierende Industrie. Zudem treiben die Forscher des Kompetenzfeldes die Entwicklung von Laserverfahren zur Oberflächenbehandlung wie Dünnschichtverfahren, Wärmebehandlung und Polieren weiter voran.

Bevor Prof. Schleifenbaum bis Juli 2016 in übergreifender Verantwortung für den Bereich Tool Shop Metals bei der Phoenix Contact Gruppe tätig war, arbeitete er bereits als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fraunhofer-ILT. Dort promovierte er 2011 nach seinem Studium des Maschinenwesens und der Wirtschaftswissenschaften an der RWTH Aachen und der Ecole Centrale de Marseille im Bereich Individualisierte Produktion. Für Prof. Schleifenbaum ist es eine spannende Herausforderung, künftig zur umfassenden Ausbildung von 3D-Druck-Experten beitragen zu dürfen, damit die noch recht junge, aber extrem spannende und aussichtsreiche Technologie an der Hochschule weiterentwickelt und gleichzeitig das Knowhow in den produzierenden Unternehmen genutzt werden kann.

Florian Roick strategischer Produktmanager ElectronicsQuipment bei LPKF

Florian Roick erweitert seinen Aufgabenbereich als strategischer Produktmanager bei LPKF Laser & Electronics AG. Die Lasersysteme und -verfahren für die Laser Direktstrukturierung (LDS) gehören ab dem 1. Januar 2017 zum verantworteten Produktspektrum. Diese Systeme realisieren bei MID-Projekten und beim IC-Packaging hochpräzise und feine 3D-Leiterbahnen auf Kunststoffkörpern.

Florian Roick ist Master of Science mit Fachrichtung Laserphysik und als strategi­scher Produktmanager für den PCB- und SMT-Markt bei LPKF ein ausgewiesener Spezialist für den Einsatz des Lasers in der Elektronikfertigung. Für LPKF ist das Themenfeld IC-Packaging laut Roick neu. LPKF habe hier sehr interessante und einzigartige Lösungen entwickelt. Deren Positionierung im Markt ist für ihn eine reizvolle Aufgabe. Aber auch im klassischen Segment der Bearbeitung von Leiterplattenmaterialien gibt es für unsere Kunden ganz neue Optionen, beispielsweise mit dem neuen Laser-Bohrsystem LPKF MicroLine 5000. 2017 wird laut Roick ein Jahr der Innovationen.

Florian Roick ist seit zehn Jahren bei LPKF am Standort Garbsen beschäftigt. Er hat dort seine ersten Sporen als Produktmanager für StencilLaser-Systeme erworben.

LPKF produziert Maschinen und Lasersysteme, die in der Elektronikfertigung, der Medizintechnik, der Automobilindustrie und bei der Herstellung von Solarzellen zum Einsatz kommen. Rund 20 Prozent der Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigt.

 

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