Formbar durch die Cloud

Werkstoffe 10. 12. 2016
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Das Pressen von Pulvermetall, Keramik oder Kunststoff ist das Kerngeschäft von Loomis Products. In IT-Fragen vertraut der Sonder­maschinenhersteller aus Kaiserslautern seinerseits Experten – und verschiebt alle Systeme in die TelekomCloud.

Von Kaminrohren über Katalysatoren bis hin zu Werkzeugen für die Dentalindustrie:­ Egal welche Eigenschaften die Produkte ihrer Kunden haben sollen, die Ingenieure von Loomis Products konstruieren die für die Herstellung passende Maschine. Ob Steuerung über Touchscreen, Pressen mit bestimmtem Druck, in der Waage- oder Senkrechten, bei vorgegebener Temperatur oder mit einer Schnittstelle zur Daten­erfassung: Das Unternehmen erfüllt alle Wünsche der Kunden in punkto Ausstattung. Allerdings wird dafür nicht jedes Mal eine Maschine in kleiner Version gebaut und dann noch einmal in Großformat getestet.

Hat der Kunde die Maschine in Betrieb genommen, kümmert sich Loomis Products auch um Wartung und Service. Schließlich kennt sich keiner besser mit der Maschine aus, als der Hersteller. Gemeinsam mit ihrer gleichnamigen Partnerfirma in den USA und einem Verkaufsbüro in Shanghai beliefert das Unternehmen Kunden auf der ganzen Welt. Nur fünf weitere Unternehmen bieten solche Dienstleistungen an. Da nach Aussage der Geschäftsführerin Pia Ilona Kahlefeld der deutsche Unternehmensteil eng mit Loomis Products USA zusammenarbeitet und regelmäßige Abstimmungen erfolgen, bestand der Wunsch nach einer besseren Vernetzung – auch, um den Austausch mit den Kunden zu verbessern. Dafür ist eine einheitliche IT-Infrastruktur ­erforderlich.

Die Unternehmens-IT wird flexibel

Die Mitarbeiter kommunizierten früher über Insellösungen wie FTP-Server oder Dropbox miteinander. Mit der Zeit wurde­ das zu umständlich, da für verschiedene Vorgänge unterschiedliche Systeme benötigt wurden. Aus diesem Grund lagert Loomis Products mit Hilfe der Telekom alle Systeme in die Private TelekomCloud aus. E-Mail-Server, Online-Speicherplatz oder Telefonanlage: Software und Infrastruktur aus der Cloud machen Kommunikation und Kollaboration zwischen den Standorten viel flexibler. Neue Mitarbeiter oder auch ganze Niederlassungen sind schnell integriert. SafeSync for Enterprise zum Beispiel sorgt für eine sichere Datensynchronisierung, die im Hintergrund mitläuft – alle Endgeräte sind so immer auf dem neuesten Stand, ohne dass Loomis Products aktiv eingreifen muss. Langfristig ist nach Aussage von Kahlefeld geplant, den kompletten Betrieb und das Management an die Telekom abzugeben. Damit kann der Aufwand, auf dem neuesten Stand der Technik zu bleiben, deutlich reduziert werden.

Mit Managed Mail Service aus der Cloud haben die Mitarbeiter beispielsweise ihr E-Mail-Konto immer dabei – egal auf welchem Gerät und an welchem Standort. Auch im Home Office erreichen sie wichtige Nachrichten der Kollegen per E-Mail. Um die Sicherheit ihrer Geschäftsdaten muss sich Loomis Products keine Gedanken machen. Die Telekom-Experten wehren Angriffe von außen ab. Zudem unterliegen die Rechenzentren strengen deutschen Datenschutzbestimmungen, sodass Unbefugte keinen Zugriff haben.

Back-Up vom Back-Up

Zunächst bekommt Loomis Products die Anbindung DeutschlandLAN Connect L, damit der schnelle Zugriff auf das Rechenzentrum und die Systeme gewährleistet ist. Daten werden mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Mbit/s übertragen. Die höhere Bandbreite macht sich bereits jetzt im Alltag bemerkbar. Das Verschicken von Plänen und Skizzen aus den Konstruktionsprogrammen, also der Austausch großer Datenmengen, ist deutlich schneller.

Die Systeme sind im Rechenzentrum gespiegelt und für das Back-Up ist gesorgt. Um ganz sicherzugehen, hält Loomis Products außerdem die Daten auf dem alten Server am Unternehmensstandort aktuell.­ Dadurch kann auch weitergearbeitet werden, wenn die Glasfaserleitung beispielsweise durch Bauarbeiten beschädigt wird.

Die Telefonanlage wanderte ebenfalls in die TelekomCloud. Die Mitarbeiter telefonieren nun über einen PC-Client. Dank der IP-basierten Anlage lassen sich Anrufe bequem weiterleiten und über eine Statistikübersicht auswerten. Fehlt die Nummer eines Lieferanten in der Datenbank, lässt er sich auch mit einem Klick auf die E-Mail-Signatur anrufen. Solche kleinen Dinge erleichtern nach Aussage von Pia Ilona­ Kahlefeld den Alltag.

Langfristig möchte Loomis Products auch den Kundenservice durch die Cloud verbessern und den Kunden individuelle Anleitungen und Beschreibungen ihrer Sondermaschinen dort zur Verfügung stellen. Über ein Passwort können die Kunden diese Informationen abrufen, und sparen sich vielleicht einen Anruf in der Zentrale.
E. Wagner

 
     
 
 

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