Verstärkung im dekorativen Bereich und in der Musterbearbeitung

Oberflächen 27. 07. 2015
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Verstärkung im dekorativen Bereich und in der Musterbearbeitung

Dr. Hesse mit neuer F & E Versuchsgalvanik

Der Impuls kommt aus dem Markt: Insbesondere im Automobilbereich steigt die Nachfrage nach neuen dekorativen Oberflächen. Gefragt sind innovative Designs ­sowie Neuentwicklungen bedingt durch weitere REACh-Regulierungen. Dazu gehört unter anderem die Forderung nach Oberflächen ohne die Nutzung von chrom(VI)-haltigen Einsatzsstoffen.

Mit dem Ausbau seines Firmengebäudes und der neuen F & E Versuchsgalvanik rea­giert die Dr. Hesse GmbH & Cie KG auf diese Nachfrage und setzt seinen Wachstumskurs im asiatischen und lateinamerikanischen Raum fort. Hier ist der Bedarf an dekorativen Verfahren besonders groß. Mit der neuen F & E Versuchsgalvanik, die im erweiterten Gebäude Platz findet, sind die Grundvoraussetzungen für den weiteren Ausbau der Produktpalette — besonders im dekorativen Bereich — geschaffen.

Das gesamte Team von Dr. Hesse freut sich über die neue F & E Versuchsgalvanik, die seit Juni betriebsbereit ist. In allen Verfahrensbereichen bedeutet diese Investition bessere Möglichkeiten in der Musterbearbeitung und bei Scale-ups neuer Produkte. Die Kunden und Partner der Bielefelder profitieren nach den Worten von Dr. Ralph Blittersdorf, Mitgeschäftsführer von Dr. Hesse, mehrfach von der Investition. Mit der neuen F & E Versuchsgalvanik können wir von allen Oberflächen mehr Varianten testen. Gerade die Kunststoffgalvanisierung, die viele Verfahrensschritte erfordert, profitiert von der Erweiterung unseres Technikums.

Für die Abteilung Forschung & Entwicklung im Haus Dr. Hesse bedeutet die Investition­ eine deutliche Arbeitserleichterung. Von nun an können nach Aussage von Dr. Malte Standera, chemischer Leiter bei den Bielefelder Spezialisten für Galvanotechnik, mehr Verfahren parallel bereitgehalten werden, was den bisher erforderlichen häufigen Austausch von Elektrolyten und die damit verbundenen Reinigungstätigkeiten erheblich reduziert. Dadurch entsteht mehr Raum für neue Entwicklungen, die an den Erfolg des einteiligen sauer Kupfer-Verfahrens PRIMUS SK 100 anschließen werden.

Neben dem Platz für die Anlage wurden bei dem Ausbau gleichzeitig neue Büros, zwei Labors sowie ein Schulungsraum für Kunden und Partner angebaut. Die neue F & E Versuchsgalvanik ist mit 57 Wannen ausgestattet, von denen jede 200 Liter fasst. Um in Zukunft noch aussagekräftigere Musterteile anzufertigen, haben die Techniker von Dr. Hesse Details einfließen lassen, die sie in verschiedenen Produktionsstätten als praxisrelevant kennengelernt haben.

Die Baumaßnahme bis zur Inbetriebnahme der neuen Anlage wurde in wenigen Monaten durchgeführt. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen Architekt, Bauunternehmern, Anlagenbauer und Mitarbeitern von Dr. Hesse lieft der gewohnte Betrieb der bestehenden Versuchsgalvanik ungestört weiter. Die fertig gestellte F & E Versuchsgalvanik nimmt die Arbeit sofort auf. Laufende Projekte aus den Bereichen Korrosionsschutz und Dekorativ, darunter einige in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie, können nun mit den verbesserten Möglichkeiten in die nächste Phase starten.

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Neue Versuchsgalvanik kurz vor Inbetriebnahme

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Aus Alt mach Neu: Das Gebäude vor Beginn der Baumaßnahme (rechts) und nach Erweiterung mit einem zweiten Stock

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