Teilereinigung – mehr als saubere Teile

Oberflächen 08. 05. 2015
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Restschmutz – oder richtiger Technische Sauberkeit – ist in den letzten Jahren in immer mehr Industriebereichen ein wichtiges Thema geworden. Die vorgegebenen Sauberkeitsspezifikationen variieren dabei enorm. Ausschlaggebend sind die Anforderungen der nachfolgenden Prozesse: Steht bei Präzisionsoptiken als Vorgabe beispielsweise kein Partikel größer 1 µm im Pflichtenheft liegt die Partikelgrenze bei anderen Bauteilen bei 200 µm, 500 µm, 1000 µm oder auch darüber. Die Herausforderung dabei ist, diese Werte nicht nur in Reinigungsversuchen, sondern im Serienbetrieb reproduzierbar einzuhalten. Und kontrolliert wird die erzielte Sauberkeit auch immer häufiger.

Doch damit nicht genug. Denn es geht auch um kürzere Zykluszeiten, Reduzierung der Stückkosten und höhere Effizienz bei der Reinigung. Energie- und Ressourceneffizienz werden dadurch zu wesentlichen Kriterien. Effizientere Trocknungstechniken, Standby-Betrieb in Zeiten ohne Warenanfall, Wärmerückgewinnungssysteme und die Nutzung anfallender Abwärme aus anderen Fertigungsprozessen stellen dabei Ansätze dar, durch die sich der Energiebedarf verringern lässt. Ressourceneffizienz – dabei rückt auch der Flächenverbrauch einer Anlage – oder neudeutsch ihr Footprint – in den Fokus. Ein weiterer Aspekt ist die Frage der Vernetzung; automatisierte Reinigungsprozesse integriert in Produktions-, Montage- oder Verpackungslinien werden zukünftig eine zunehmende Rolle spielen.

Einige Lösungen stellt der Sonderteil WOClean der Ausgabe 5/2015 der WOMag vor. Einen umfassenden Überblick ermöglicht die parts2clean vom 9. bis 11. Juni in Stuttgart. Hier sind alle führenden Hersteller von Produkten und Dienstleistungen rund um die industrielle­ ­Reinigungstechnik vertreten und informieren über Möglichkeiten der Prozessoptimierung. Darüber hinaus bietet das dreitägige Fachforum der internationalen Leitmesse viel Know-how und Information. In Vorträgen geben namhafte Referenten aus Wissenschaft und ­Industrie Einblicke über den aktuellen Stand der Technik, neueste Entwicklungen und die Trends.

Doris Schulz

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