Mit der EcoCWave hat Dürr Ecoclean ein innovatives Anlagensystem für wässrige Reinigungsmedien entwickelt, mit dem sich Aufgaben von der Grob- bis zur Feinreinigung effizient erfüllen lassen. Dafür verfügt das neue Universaltalent über eine Ausstattung, aus der eine höhere Reinigungsqualität, verbesserte Prozesssicherheit sowie reduzierte Nebenzeiten und ein geringerer Energieverbrauch resultieren. Maßstäbe setzt die flexible Anlage auch, wenn es um Platzbedarf, Bedienbarkeit und Design geht.
Ob Automobil- und Zulieferindustrie, Medizintechnik, Zerspanung, Stanz-, Zieh- und Biegeteilherstellung, Feinmechanik oder Optik – die wässrige Bauteilreinigung mit alkalischen, neutralen und sauren Medien zählt mit zu den am häufigsten eingesetzten Technologien in der Industrie. Die Einsatzgebiete reichen dabei von der Grob- über die Zwischen- bis zur Feinreinigung.
Die neu entwickelte EcoCWave von Dürr Ecoclean löst die bisherige Anlagenreihe Universal 81W ab und deckt dank ihrer zukunftsorientierten Bauweise ein breites Anwendungsspektrum ab. Durch den geringen Platzbedarf lässt sich die neue Reinigungsanlage für Tauch- und Spritzprozesse problemlos in jede Fertigung integrieren. Sie verfügt außerdem über die Flexibilität, um einfach an veränderte Anforderungen hinsichtlich Sauberkeit und Durchsatz angepasst zu werden und bietet damit Investitionssicherheit.
Mit durchdachter Technik zu höherer Reinigungsqualität
Die EcoCWave wird entsprechend den kundenspezifischen Anforderungen mit zwei oder drei Flutbehältern ausgestattet. Diese sind strömungsoptimiert rund gestaltet und stehend angeordnet. Im Gegensatz zu den tiefliegenden Rechteckbehältern von herkömmlichen wässrigen Reinigungsanlagen verhindern die runden Tanks die Bildung von Späne- und Schmutznestern. Dies ist eine Maßnahme, aus der die verbesserte Reinigungsqualität und eine längere Medienstandzeit resultieren. Hinzu kommt, dass jeder Tank über einen separaten Medienkreislauf mit Vollstromfiltration verfügt: Die Reinigungs- und Spülflüssigkeit wird beim Befüllen und Entleeren sowie im Bypass gefiltert. In das Kombinationsfiltergehäuse lassen sich sowohl Beutel- als auch Kerzenfilter einsetzen. Die Filtration kann dadurch schnell und ohne Umbauten an veränderte Sauberkeitsanforderungen angepasst werden.
Einen Beitrag zum verbesserten Ergebnis leistet auch das optimierte Drehgestell in der Arbeitskammer. Es ermöglicht Medien und Waschmechanik, beispielsweise Ultraschall und Spritzen, einen guten allseitigen Zugang zum Reinigungsgut. Darüber hinaus minimiert die Gestaltung des Gestells die Verschleppung von Medien.
Schnellere Prozesse senken Stückkosten
Leistungsstarke Pumpen und Leitungen mit großen Querschnitten beschleunigen bei der EcoCWave das Füllen und Entleeren von Arbeitskammer und Tanks. Unproduktive Nebenzeiten werden dadurch minimiert, ein höherer Durchsatz wird erzielt und die Stückkosten bei Reinigungsprozessen werden reduziert. Möglich ist das auch bei Spritzprozessen. Hier sorgen optimierte Düsenstöcke für eine effektive Reinigungsleistung und damit kürzere Taktzeiten. Und das auch, wenn grobe Verschmutzungen abzureinigen sind. Um die Zykluszeiten weiter zu verkürzen, wurde die zusätzlich zur Heißlufttrocknung erhältliche Vakuumtrocknung ebenfalls verbessert.
Jeder Reinigungsanforderung gewachsen
Der Einsatz FU-gesteuerter Pumpen ermöglicht es, den Volumenstrom exakt an den jeweiligen Bedarf anzupassen. Daraus resultiert einerseits ein besonders energiesparender Betrieb. Andererseits lässt sich der Reinigungsprozess gezielt auf spezifische Anforderungen auslegen. So können im Tauchverfahren unterschiedliche Füllgrade der Arbeitskammer realisiert werden, beispielsweise für die Reinigung von Teilen mit Sacklöchern oder komplexen Geometrien ein Füll- und Entleerbetrieb. Dabei wird ein intensiver Medienaustausch in den kritischen Bereichen des Bauteils erzielt, der den Reinigungseffekt deutlich verbessert. Bei Spritzprozessen kann die Strahlstärke genau auf das zu reinigende Bauteil abgestimmt werden. Die Möglichkeit, den Spritzdruck zu regulieren, erweitert darüber hinaus das Spektrum der einsetzbaren Reinigungschemie.
Für die kontinuierliche Aufbereitung des Spülmediums sorgt ein Aquaclean-System, das in die Anlage integriert werden kann. Mit der Abwärme aus der Verdampfung wird das Reinigungsmedium im ersten Flutbehälter vollständig aufgeheizt.
Flexibilität – auch beim Chargenvolumen
Ausgelegt ist die vakuumfeste Arbeitskammer der EcoCWave für bis zu 670 mm x 480 mm x 300 mm große Chargen. Alternativ lässt sich eine vergrößerte Arbeitskammer für Reinigungsbehältnisse mit Abmessungen 670 mm x 480 mm x 400 mm integrieren, ohne dass sich die Aufstellfläche vergrößert. Die volumenoptimierte Zusammenstellung der Bauteilcharge verringert die Stückkosten.
Einfache Bedienung
Das neue Farbdisplay mit selbsterklärenden Piktogrammen macht die Bedienung der EcoCWave einfach, schnell und sicher. Verschiedene Prozessdaten, wie der Füllstand in der Arbeitskammer, werden über die integrierte Prozessvisualisierung in Echtzeit dargestellt. Eine Erfassung aller relevanten Prozessparameter, beispielsweise für die Erstellung teilespezifischer Reinigungsprogramme, ist optional möglich.
Platzsparend und offen für Veränderungen
Neben hoher Prozesssicherheit und Leistungsfähigkeit richteten die Konstrukteure von Dürr Ecoclean ein wichtiges Augenmerk auf einen minimierten Platzbedarf. Entsprechend beträgt die nötige Aufstellfläche für die Anlage mit zwei Flutbehältern nur 5,5 m2. Dabei besticht die EcoCWave durch ihr attraktives Design mit einer Rundumverkleidung aus Sicherheitsglas.D. Schulz

Dürr Ecoclean
Dürr Ecoclean beliefert Automobilhersteller und -zulieferer sowie den breit gefächerten industriellen Markt mit modernster Reinigungstechnik. Auch die dazugehörigen Lösungen für Automation sowie Montage- und Prüfsysteme werden von der Ecoclean-Gruppe angeboten und integriert. Mit individuell angepasster Technik erschließt das Unternehmen den Kunden Einsparpotenziale, zum Beispiel bei Stückkosten, Energieverbrauch und Prozessdauer. Dürr Ecoclean ist Mitglied des Dürr-Konzerns und verfügt weltweit über zehn Standorte in acht Ländern mit rund 1000 Mitarbeitern.
Dürr ist ein Maschinen- und Anlagenbaukonzern, der in seinen Tätigkeitsfeldern führende Positionen im Weltmarkt einnimmt. Gut 80 Prozent des Umsatzes werden im Geschäft mit der Automobilindustrie erzielt. Darüber hinaus werden die Flugzeugindustrie, der Maschinenbau sowie die Chemie- und Pharmaindustrie mit innovativer Produktions- und Umwelttechnik beliefert. Die Gruppe agiert mit vier Unternehmensbereichen am Markt: Paint and Assembly Systems plant und baut Lackierereien und Endmontagewerke für die Automobil- und Flugzeugindustrie. Application Technology sorgt mit ihren Robotertechnologien für den automatischen Lack-, Dichtstoff- und Klebstoffauftrag. Maschinen und Systeme von Measuring and Process Systems kommen unter anderem beim Auswuchten und Reinigen im Motoren- und Getriebebau und in der Fahrzeugendmontage zum Einsatz. Der vierte Unternehmensbereich Clean Technology Systems beschäftigt sich mit Verfahren zur Verbesserung der Energieeffizienz und der Abluftreinigung. Weltweit verfügt Dürr über 52 Standorte in 26 Ländern und beschäftigt rund 8250 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2013 wurde ein Umsatz in Höhe von 2,4 Milliarden Euro erzielt.