Effizienzsteigerung durch dezentrale Reinigung

Werkstoffe 10. 10. 2014
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In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Jürgen Batsch Maschinenbau Apparatebau mit großem Engagement allen Herausforderungen gestellt. Dabei lag die Priorität stets auf der Zufriedenheit der Kunden und der technisch soliden Umsetzung von deren Wünschen.

Die Anpassung an die Wünsche der Kunden ist auch der Grund, dass sich das Unternehmen seit seinem Bestehen auf verschiedenen Feldern betätigt hat. Anfangs wurden Pumpstände und Kondensatoren für die Vakuumindustrie gefertigt und weiterentwickelt. Ende der 1970er Jahre wurde Jürgen Batsch durch die Ölkrise im Zuge des Golfkriegs und mit dem Wissen aus der mehrjährigen Arbeit mit Vakuumpumpen dazu inspiriert, die erste eigene Vakuumdestillationsanlage zu entwickeln. Das 1978 angemeldete Patent wurde nach dem Verschleiß einiger Patentanwälte 1989 endlich anerkannt und eingetragen.

Es folgten einige Jahre, in denen Lösungsmittel aus der Farbindustrie recycelt wurden. Diese Tätigkeit wurde jedoch durch das Abwandern der Industrie ins Ausland zu­sehens uninteressanter. Als neues Anwendungsgebiet erwies sich glücklicherweise die industrielle Teilereinigung. Hier wurde zunächst mit einer mobilen Destillationsanlage die Aufbereitung der Lösungsmittel in den Waschanlagen während der Anlagenstillstände angeboten. Es entwickelte sich schnell die Idee, jede Entfettungsanlage mit einer festinstallierten Bypass-Vakuumdestille auszurüsten. Zum Leidwesen der Lösemittelhändler und zur Freude der Einkäufer wurden schon bald unzählige Waschanlagen mit einer DESTA 20 ausgestattet.

Jürgen Batsch Maschinenbau Apparatebau war immer ein Familienunternehmen. So hat Christine Batsch schon zu Schulzeiten in der angeschlossenen Lohnentfettung an Waschanlagen ausgeholfen und während des Studiums der Verfahrenstechnik und des Anlagenbaus das Unternehmen tatkräftig unterstützt.

Heute, fast 25 Jahre nach der ersten Installation der DESTA 20 sind die Eigentümer des Unternehmens stolz, ihre eigene Entfettungsanlage auf dem Markt vertreten zu sehen. Gespickt mit den Erfahrungen aus unzähligen Einsätzen beim Kunden, der Erkundung verschiedenster Anlagentypen sämtlicher Hersteller, den Gesprächen mit Anlagenbedienern, Betriebsleitern, Einkäufern und Geschäftsführern ist es gelungen, eine Anlage zu bauen, die sowohl für den rauen Arbeitsalltag bestens gerüstet ist als auch die Ansprüche der empfindlichsten Branchen erfüllt.

Mit dem Know-how aus 16 Jahren Praxis, der Theorie aus dem Studium und der unschätzbar wertvollen Unterstützung durch Jürgen Batsch, entwickelte Christine Batsch eine Entfettungsanlage, die neue Maßstäbe in der Reinigungsbranche setzt. Mit nur einem einzigen Ventil, einem Gesamtvolumen von 40 Litern Lösemittel und einem elektrischen Anschlusswert von 6,5 kW erzielt die Präzisionsentfettungsanlage IDO 36 eine Oberflächenspannung von 72 mN/m – und das vom ersten bis zum letzten Einschub (Korbmaß 520 mm x 320 mm x 200 mm).

Die angewandte Verfahrensweise erzielt überragende Oberflächenreinheiten. So ist beispielsweise bei einer Korbfüllmenge von 36 Kilogramm nach einer Taktzeit von nur etwa vier Minuten reinem Bedampfen bei Normalstahl bereits eine Oberflächenspannung von 72 mN/m erreicht. Auf einer derart fettfreien Oberfläche können keine­ Partikel mehr haften und sogar feinster Schmauch wird restlos entfernt. Dieses Ergebnis kann vom ersten bis zum letzten Einschub des Arbeitstages gehalten werden.

Die Präzisionsentfettungsanlage IDO 36 steht für präziseste nachhaltige Reinigung, geringe Anschaffungskosten sowie sehr ­geringe Unterhaltskosten und ist somit ideal­ für eine dezentrale Aufstellung. Durch das geringe Füllvolumen von nur 40 Liter Perchlorethylen und dessen geringen Umsatzes ist die Anlage nach der 4. BImSchV lediglich anzeige-, aber nicht genehmigungspflichtig und unterliegt nach der 2. BImSchV keiner wiederkehrenden Prüfung. In Kombination mit der Vakuumdestillationsanlage DESTA 20.1 ist die IDO 36 vollwertig für den Dreischichtbetrieb einsetzbar. Durch diese äußerst positiven Rahmenbedingungen lässt sich die Anlage in allen Prozessketten in einer mechanischen Fertigung integrieren, wodurch eine erhebliche Einsparung an Zeit und Transport­kosten erzielt werden kann.

Um das Handling weiter zu erleichtern, wird eine automatische Beschickung für die IDO 36 seit Oktober angeboten. Auch hier wurden das Prinzip des Herstellers verfolgt: einfach, aber gut.

Die IDO-Reihe wird noch dieses Jahr um einen weiteren Anlagentyp ausgebaut werden; die IDO 72. Diese Anlage beruht auf den gleichen, einfachen Verfahrensweisen, ist aber für ein Korbmaß von 650 mm x 470 mm x 300 mm und einem Füllgewicht von 72 Kilogramm ausgelegt.

Mit diesem starken, neuen Zugpferd hat Christine Batsch nun den Schritt in die eigene Selbstständigkeit gewagt. Die Ch. Batsch Verfahrenstechnik GmbH wird zukünftig die Rundum-Betreuung aller Kunden der Jürgen Batsch Maschinenbau Apparatebau übernehmen. Wie gewohnt, bietet auch die nächste Generation Beratung in sämtlichen Themen rund um die industrielle Teile­reinigung an.

 

Text zum Titelbild: Ideale Lösung für die dezentrale Reinigung in der mechanischen Fertigung: IDO 36

 

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