Fachwörter-Lexikon

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Titannitridschicht

Titannitrid ist eine der ersten in großem Maßstab eingesetzten Hartstoffschichten auf Oberflächen von Werkzeugen zum Drehen, Fräsen, Biegen oder Umformen (etwa seit 1980). Die Schicht ist aufgrund ihrer goldähnlichen Farbe gut zu erkennen und damit deren Vorhandensein auf Werkzeugoberflächen gut zu kontrollieren. Titannitridschichten besitzen eine hohe Härte von etwa 2500 HV. Die Herstellung erfolgt in der Regel mittels der PVD-Technik durch Verdampfen von Titan (z.B. durch Widerstandsheizen von Titandrähten in Spulenform) im Vakuum und Zugabe von Stickstoff als Reaktionsgas. Auf der Oberfläche der zu beschichtenden Werkzeuge schlägt sich Titannitrid nieder. Die Dichte und Härte der Schicht kann über die Arbeitsbedingungen (angelegte Spannung, Temperatur der Grundwerkstoffe, Art von aufgebrachten Zwischenschichten, Vorbehandlung in der Vakuumkammer) modifiziert werden. Die üblich verwendeten Schichtdicken liegen bei wenigen Mikrometern. Dickere Schichten sind aufgrund der hohen Härte eher von Nachteil, da sie glasartig brechen können und damit von der Oberfläche abplatzen.

Titan

Titan (Ti) ist ein silberglänzendes Metall mit der Ordnungszahl 22 im Periodensystem der Elemente. Es ist ein Übergangsmetall der 4. Nebengruppe, der Titangruppe und gehört mit einer Dichte von 4,5 kg/dm3 zu den Leichtmetallen. Titan besitzt eine hohe Festigkeit in Relation zu einem niedrigen Gewicht sowie einen hohen Schmelzpunkt von 1660 °C und einen hohen Siedepunkt von 3287 °C. Obwohl es mit einem Gehalt von 0,565 % an 9. Stelle der Elementhäufigkeit in der Erdkruste vorkommt, ist es meist nur in geringer Konzentration vorhanden. Reines Titan kommt in der Erde kaum vor. Der aufwendige Herstellungsprozess des reinen Titans macht es ca. 35-mal teurer als verbreitete Stahllegierungen beziehungsweise ca. 200-mal teurer als Rohstahl.

Gefügebild von Tital – Ti-Al6V4

Abfall – allgemein

Anorganische und organische Stoffe, die beseitigt werden müssen. Sie werden nach ihrer Herkunft in kommunalen Abfall, Gewerbeabfall, landwirtschaftlichen Abfall und Industrieabfall unterschieden. Dieser wird einer Abfallbehandlung unterzogen, deren Ziel eine stoffliche oder energetische Verwertung ist. Die dauerhafte Lagerung in Deponien ist nur für nicht verwertbaren Abfall gestattet.

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