Fachwörter-Lexikon
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Platinmetalle – allgemein
Zu den Platinmetallen gehören neben Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium und Iridium. Platin sind Edelmetalle mit guter chemischer Beständigkeit, silbergrauer Farbe und relativ hoher Dichte. Darüber ist einer der Besonderheiten der Platinmetalle, dass sie als Katalysatoren eingesetzt werden können. So ist Platin als Metall für Katalysatoren zur Reinigung von Autoabgasen bekannt. Des Weiteren kann an Platinoberflächen Wasserstoff mit geringer Energie aus der Ionenform reduziert werden. Eine Besonderheit von Palladium ist die hohe Aufnahmefähigkeit von Wasserstoff.
Polieren - Durchführung
Beim Polieren wird prinzipiell mit denselben Einrichtungen gearbeitet, wie beim Schleifen. Auch hier stehen feste Polierscheiben mit eingebettetem Polierkorn oder Polierscheiben auf Basis von Stoff-/Vliesscheiben zur Verfügung. Bei letzten werden die Poliermittel in Wachs gebunden oder als Suspension aufgetragen. Die verfügbaren Körnungen liegen hierbei zwischen 1000 und 3000; dies entspricht Korngrößen zwischen 1 µm und 10 µm.

Goldschichten – Goldlegierungsschichten
Da reines Gold sehr weich ist, werden überwiegend Goldlegierungen mit deutlich höheren Härten abgeschieden. Mit den sogenannten Hartgoldschichten lassen sich bereits durch geringste Mengen (0,1 % bis 0,5 %) beispielsweise an Nickel, Indium oder Kobalt die Schichthärten von etwa 70 HV bis 90 HV für unlegiertes Gold auf etwa 150 HV bis 220 HV für Goldlegierungen steigern. Ein weiterer Grund für die verstärkte Verwendung von Goldlegierungen liegt in der möglichen Einsparung an Gold. Bis zu einem Goldanteil von etwa 85 % weisen die Schichten die typische Goldfarbe auf. Bei geringeren Goldanteilen ergibt sich je nach Legierungsbestandteil ein rötlicher (kupferfarbener) oder weißer Farbton. Wie metallurgische Legierungen können auch galvanische Legierungen mit vielen Legierungsmetallen in nahezu beliebiger Konzentration gemischt werden. Dabei bleibt die gute Korrosions- und Oxidationsbeständigkeit bei nahezu allen Goldlegierungen erhalten. Als Legierungspartner finden bei der galvanischen Abscheidung vor allem Nickel, Kobalt, Indium, Palladium, Silber, Kupfer oder Eisen Einsatz. Auf die Verwendung von Kadmium, Arsen oder Thallium wird soweit als möglich verzichtet, obwohl keine gesundheitsbedenklichen Auswirkungen dieser Legierungen bekannt sind.