Fachwörter-Lexikon
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Polieren - Einflusszone
Beim Polieren - vor allem beim manuellen Polieren an Polierrädern - wird die Metalloberfläche einer starken thermischen Belastung unterworfen. Dadurch wird das metallische Kristallgefüge bis in eine Tiefe von einigen Mikrometern verändert. In der Regel wird das Gefüge durch die schnelle Aufheizung und Abkühlung beim Polieren feinkristalliner. Diese Gefügeänderung kann sich beispielsweise in einer Änderung der Härte, der chemischen Beständigkeit oder auch der Beschichtbarkeit im Vergleich zu einer nicht polierten Oberflächen bemerkbar machen.
Prüfung der Haftfestigkeit – Wechsebiegeversuch
Ein beschichteter Blechstreifen wird um ±90° hin und her bewegt, so dass das System eine große Beanspruchung aufeinander folgender Dehnungen und Stauchungen erfährt. Um Ergebnisse miteinander vergleichen zu können, sollte der Biegeradius in einem bestimmten Verhältnis zur Dicke des Prüflings und zur Anzahl der Wechselbewegungen gewählt werden.
Pulverlackierung – Umwelt und Energie
Die Temperaturbehandlung kann mit Öfen im klassischen Sinn, bei denen die Wärme durch Luft (Konvektion) übertragen wird. Eine Aushärtung erfordert hierbei, dass das Werkstücke die Temperatur erreicht, bei der der Lack schmilzt und die Härtung ablaufen kann. Bei voluminösen Werkstücken kann dies unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen. Hier kann die Verwendung von Infrarotlicht eine deutliche Verkürzung bringen. Bei Einsatz von Infrarotlicht wird die Oberfläche des Werkstückes aufgeheizt. Das Schmelzen des Pulvers und das Aushärten des Lackes erfolgt hierbei, auch ohne dass ein Werkstück über den gesamten Querschnitt die notwendigen Temperaturwerte erreicht hat. Insgesamt kann die Infrarotheizung also deutliche Einsparungen an Energie bedeuten. Allerdings lassen sich nicht alle Lacksysteme und nicht alle Werkstückgeometrien und -abmessungen mit Infrarotlicht bearbeiten.
Neben der Freiheit von Lösemittel ist die gute Wiederverwertbarkeit des Oversprays an Lack ein wichtiger Vorteil der Pulverlackierung. Dieses überschüssige Lackpulver wird mit entsprechenden Vorrichtungen, beispielsweise einem Zyklon mit Filter, so aufbereiten, dass es zum Teil direkt in den Lackierprozess rückgeführt werden kann. Zumindest kann das Lackpulver gesammelt und an den Hersteller zurückgegeben werden, der dieses für die Herstellung von neuem Lack einsetzt.