Fachwörter-Lexikon
Das vollständige Fachwörter Lexikon ist nur für Abonnenten abrufbar. Sie sind nicht angemeldet, bitte loggen Sie sich ein oder schliessen Sie ein Abonnement ab.
Zink
Zink (Zn) ist ein bläulich-weißes sprödes und unedles Metall mit der Ordnungszahl 30 im Periodensystem der Elemente. Es zählt zu den Übergangsmetallen, hat ein voll besetztes d-Orbital und deshalb Erdalkali-ähnliche Eigenschaften. Nach der IUPAC-Nomenklatur bildet Zink mit Cadmium und Quecksilber die Gruppe 12. Der Schmelzpunkt liegt bei 419,53 °C. Mit einem Massenanteil an der Erdhülle von 0,0076 % liegt das Zink an 24. Stelle der Häufigkeitsscala der Metalle, es kommt jedoch nicht in gediegener Form vor. Mit einer Dichte von 7,14 g/cm3 zählt es zu den Schwermetallen. Im auskristallisierten Zustand weist es ein hexagonales Gitter (hdP) auf. Zwischen 100 °C und 200 °C ist es jedoch recht duktil und lässt sich leicht verformen.
Nichtrostende Stähle, Korrosion
Die gute Beständigkeit der nichtrostenden Stähle ist auf die Anwesenheit einer dichten, zähen, festanhaftenden und sehr dünnen (etwa 1 nm bis 20 nm) Oxidschicht beziehungsweise adsorbtiv gebundenen Sauerstoffschicht auf der Stahloberfläche zurückzuführen. Sie bildet sich auf Stahloberflächen in Anwesenheit von Sauerstoff bei Chromgehalten über 12 %. Da diese Oxid- beziehungsweise Sauerstoffschichten das in Lösung Gehen der Metallionen verhindern, verhält sich der Stahl aus elektrochemischer Sicht passiv. Dementsprechend werden diese Schutzschichten auch als Passivschichten bezeichnet. Eine Verletzung führt in Anwesenheit von Sauerstoff sofort zur Selbstausheilung (Repassivierung). Auch andere Metalle wie Aluminium, Titan, Nickel, Chrom und teilweise auch Kupfer bilden ähnliche, das Korrosionsverhalten deutlich verbessernde Schutzschichten aus. Die nichtrostenden Stähle können unter bestimmen Voraussetzungen ihre Korrosionsresistenz verlieren. Dies ist beispielsweise bei erhöhter Oberflächenrauheit der Fall, da sich keine geschlossene Passivschicht mehr ausbilden kann, oder falls das Chrom nicht mehr homogen im Kristallgitter des Eisens verteilt ist (z. B. durch Chromcarbidbildung nach dem Schweißen). Besonders gefährliche Formen der Korrosion sind dabei die Lochkorrosion, die auch als Kornzerfall bezeichnete interkristalline Korrosion und die Spannungsrisskorrosion.
Silberschicht – galvanisch abgeschieden
Die Verwendung von galvanisch abgeschiedenem Silber beruht auf der guten Korrosionsbeständigkeit und der Tatsache, dass es die höchste elektrische Leitfähigkeit aller Metalle besitzt. Einziger gravierender Nachteil der Silberabscheidung liegt in der Notwendigkeit, Elektrolyte mit einem hohen Anteil an stark toxischem Cyanid einsetzen zu müssen. Ansätze, Anstelle des Cyanids eine andere Verbindung zu verwenden, sind bisher an deren mangelnder Beständigkeit beziehungsweise Gebrauchsfähigkeit gescheitert.