Fachwörter-Lexikon
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Pulverlackierung – Umwelt und Energie
Die Temperaturbehandlung kann mit Öfen im klassischen Sinn, bei denen die Wärme durch Luft (Konvektion) übertragen wird. Eine Aushärtung erfordert hierbei, dass das Werkstücke die Temperatur erreicht, bei der der Lack schmilzt und die Härtung ablaufen kann. Bei voluminösen Werkstücken kann dies unter Umständen viel Zeit in Anspruch nehmen. Hier kann die Verwendung von Infrarotlicht eine deutliche Verkürzung bringen. Bei Einsatz von Infrarotlicht wird die Oberfläche des Werkstückes aufgeheizt. Das Schmelzen des Pulvers und das Aushärten des Lackes erfolgt hierbei, auch ohne dass ein Werkstück über den gesamten Querschnitt die notwendigen Temperaturwerte erreicht hat. Insgesamt kann die Infrarotheizung also deutliche Einsparungen an Energie bedeuten. Allerdings lassen sich nicht alle Lacksysteme und nicht alle Werkstückgeometrien und -abmessungen mit Infrarotlicht bearbeiten.
Neben der Freiheit von Lösemittel ist die gute Wiederverwertbarkeit des Oversprays an Lack ein wichtiger Vorteil der Pulverlackierung. Dieses überschüssige Lackpulver wird mit entsprechenden Vorrichtungen, beispielsweise einem Zyklon mit Filter, so aufbereiten, dass es zum Teil direkt in den Lackierprozess rückgeführt werden kann. Zumindest kann das Lackpulver gesammelt und an den Hersteller zurückgegeben werden, der dieses für die Herstellung von neuem Lack einsetzt.
Magnesium
Magnesium (Mg) ist ein weiches, silberweiß glänzendes Erdalkalimetall mit einem Schmelzpunkt von 650 °C. Mit einem mittleren Gehalt von 1,95 Gewichtsprozent ist das Magnesium in der Erdkruste das achthäufgste Element, es kommt jedoch nicht in reiner Form vor. Mit einer Dichte von 1,738 g/cm3 zählt es zu den leichtesten aller Gebrauchsmetalle. Im auskristallisierten Zustand weist es ein hexagonales Gitter (hdP) auf. Das Gefüge im geglühten Zustand ist polyedrisch.

Hexagonal dichteste Packung des Magnesiumkristallgitters

Gefügebild des Magnesiums
Atmosphärendruckplasma - Nanobeschichtung
Mit der Beschichtung mittels Atmosphärendruckplasma (z.B. der PlasmaPlus-Technik) ist eine Beschichtung von komplexeren 3D Bauteilen möglich. Das Beschichtungsmaterial erreicht dabei auch schwer zugängliche Bereiche wie tiefe Nutgeometrien oder Hinterschnitte. Es gelingt so beispielsweise, bestückte Leiterplatten auf und unter den Bauteilen vollständig zu beschichten.