Fachwörter-Lexikon
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Kupfer-Zink-Legierungen (Messing)
Sie sind nach DIN EN 12163 in Knetlegierungen und nach DIN EN 1982 in Gusslegierungen genormt Die gebräuchlichsten Legierungen enthalten außer Kupfer etwa 5 % bis 45 % Zink. Zur Verbesserung der Zerspanbarkeit wird mitunter noch bis zu 3,5 % Blei zulegiert. Den Kupfer-Zink-Legierungen können weitere Legierungselemente wie Aluminium, Eisen, Mangan, Nickel, Silizium oder Zinn zur Verbesserung der Festigkeit, der Gleiteigenschaften oder der Korrosionsbeständigkeit zugegeben werden. Diese Sorten wurden früher als Sondermessing bezeichnet. Kennzeichnende Eigenschaften dieser Legierungen sind ihre gute Kaltumformbarkeit, Zerspanbarkeit, Polierbarkeit, Gießbarkeit und Korrosionsbeständigkeit.
Unlegierte Kohlenstoffstähle
Die unlegierten Kohlenstoffstähle, genormt nach der chemischen Zusammensetzung, sind in ihrer Normbezeichnung aus Haupt- und Zusatzsymbolen zusammengesetzt. Das Hauptsymbol C ist der Kennbuchstabe dieser Stahlsorte. Die nachgeschaltete Zahl entspricht der Konzentration an Kohlenstoff beaufschlagt mit dem Faktor 100. Eine weitere Forderung betrifft den Mangangehalt. Er darf 1 % nicht überschreiten. Ein Stahlwerkstoff mit der Bezeichnung C40 hat demzufolge 40/100 = 0,4 % Kohlenstoff. Die unlegierten Kohlenstoffstähle sind für eine Wärmebehandlung geeignet und finden deshalb ihre Anwendung im Bereich Werkzeugbaus.

Unlegierter Stahl – metallografischer Schliff

Gefügebild – groblamellarer Perlit des C80-Stahls – V 500:1

Gefügebild – Stahl mit 0,98 % Kohlenstoff, wärmebehandelt, fortgeschrittene Austenitumwandlung – V 500:1
Sinterschmieden
Sinterteile aus legierten Stahlpulvern (Vorformen) werden in einem Schmiedewerkzeug in ihre Endform gebracht. Vorteil zu vergossenen Teilen: ein feineres und nach allen Richtungen weitgehend gleichmäßiges Gefüges und gleichmäßige Verteilung der Legierungselemente bei einem Porenraum unter 1 % besserert die mechanische Eigenschaften.