Fachwörter-Lexikon
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Versiegelung
Versiegelungen werden insbesondere seit Einführung der Passivierungen, die kein sechswertiges Chrom mehr enthalten (siehe Passivierungen), eingesetzt. Sie erhöhen die Beständigkeit der insbesondere auf Zinkoberflächen eingesetzten Passivierungen. Versiegelungen sind sehr dünne Filme aus anorganisch-organischen Verbindungen. Hierfür kommen vor allem hochvernetzende Siliziumoxidverbindungen zusammen mit organischen Verbindungen (wie Polyethylen) zum Einsatz. Versiegelungen werden durch Tauchen in wässrigen Lösungen der anorganisch-organischen Verbindungen aufgebracht und durch anschließendes Trocknen bei Temperarturen über beispielsweise 50 °C ausgehärtet. Sie sind in zahlreichen Zusammensetzungen erhältlich, die auf die jeweiligen Anforderungen abgestimmt sind. Beispielsweise können mittels Versiegelungen die Reibwerte von Verbindungsteilen (Schrauben) eingestellt oder durch Zusatz von speziellen Nanopartikeln eine Selbstheilwirkung erzeugt werden. Eine der vorrangigen Eigenschaften ist die Erhöhung der Korrosionsbeständigkeit der Passivierung und damit auch der passivierten metallischen Korrosionsschutzschicht (meist für Zink oder Zinklegierungen verwendet).
Kalknatronglas
Ausgangsstoff für die Herstellung von Kalknatronglas ist ein Gemisch aus Quarzsand SiO2 (71 % bis 75 %), Soda Na2CO3 (12 % bis 16 %) und Kalk CaCO3 (10 % bis 15 %).
Strahlen mit Glasperlen
Kaum oder nicht abrasiv wirkt das Stahlen mit Glaskugeln. Es dient beispielsweise zum Mattieren von Oberflächen auf dekorativen Metallteilen, kann aber auch zur Aktivierung von Stählen vor einer Beschichtung in Betracht kommen. Beim dekorativen Strahlen ist zu berücksichtigen, dass die Glaskugeln im Prozess brechen können und die Bruchstücke in die Oberfläche eingedrückt werden können. Bei der Beschichtung mit galvanischen Schichten können derartige Bruchstücke Quellen für Blasenbildungen und nachfolgender Korrosion sein. Bei der galvanischen Beschichtung ist darauf zu achten, mit geringen Schichtdicken (weniger als 2 µm bis 3 µm) oder mit speziellen Verfahren – glanzerhaltende Abscheidung – zu beschichten.