Fachwörter-Lexikon

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Phosphatierung

Phosphatieren ist die Herstellung eines Oberflächenfilms auf einem metallischen Grundwerkstoff. Dabei reagiert der Grundwerkstoff mit Phosphat aus einer verdünnten Phosphorsäure oder Phosphatlösung. Geringe Mengen des Grundwerkstoffes müssen hierbei abgelöst werden. Phosphatschichten bestehen in der Regel aus mikroskopisch feinen, plättchen- oder nadelförmigen Kristallen. Die Kristalle führen zu einer sehr feinen, aber starken Vergrößerung der Oberfläche, die einen sehr guten Haftgrund für eine aufgebrachte organische Beschichtung darstellt. Phosphatierungen werden daher als Haftvermittler zwischen Lack und Metall verwendet. Sie eignen sich aber auch zur Aufnahme von Schmierstoffen an Metalloberflächen und stellen zudem einen temporären Korrosionsschutz dar.

Wasser in der Industrie

Wasser zählt in nahezu allen Industriebereichen zu den unentbehrlichen Betriebs- und Hilfsstoffen. Dies gilt in ganz besonderem Maße für die Oberflächenbehandlung mit den nasschemischen Verfahren, für die Wasser sowohl in den verschiedenen Prozesslösungen als Hauptbestandteil fungiert als auch für die zwischengeschalteten Reinigungsschritte, die stets in Wasser als Spülmittel oder in oft verdünnten wässrigen Lösungen erfolgt.

Darüber hinaus wird Wasser in noch größerem Umfang als Medium zur Wärmeübertragung eingesetzt. Von der klassischen Zentralheizung, über die Nutzung solarthermischer oder geothermischer Heizung (und Kühlung) bis hin zur Anlagen- und Geräteheizung oder Kühlung wird Wasser eingesetzt. In den meisten Fällen kommen hier geschlossene Kreisläufe zur Anwendung, die aber in größeren Wasserkreisläufen durch regelmäßige Ergänzung über eine bestimmte Wasserqualität verfügen müssen, um beispielsweise störende Ablagerungen zu vermeiden. Ein weiterer umfangreicher Einsatz von Wasser oder wässrigen Lösungen ist der Bereich der Kühl-Schmier-Mittel bei der mechanischen Bearbeitung durch Fräsen, Drehen, Schweißen oder beim Erodieren, aber auch bei der maschinellen Oberflächenbearbeitung beispielsweise durch Gleitschleifen. Hier ist einmal die Einstellung von Wasserqualitäten in Bezug auf deren Inhaltsstoffe wichtig, um Ablagerungen beispielsweise in Form von Kalk zu vermeiden oder die Bildung von Mikroorganismen zu verhindern. 

Die umfangreichen Bemühungen zur Einsparung von Wasser sowie der effiziente und sparsame Umgang mit dem Rohstoff Wasser werden durch unterschiedliche Einrichtungen und Verfahrenstechnologien unterstützt. Dazu zählen Einrichtungen wie Ionenaustauscher in den unterschiedlichsten Ausführungen, aber auch verschiedene Arten der Filtration zur Entfernung von groben Partikeln bis hin zur Trennung von ionischen Bestandteilen.

Atmosphärendruckplasma

Durch die Entwicklung und den Einsatz von Plasmadüsen hat vor 20 Jahren Atmospärendruckplasma (auch als Openair-Plasma bezeichnet) in die Fertigungstechnik Einzug gehalten und ist heute in automatische Produktionsprozesse integrierbar. Besonderer Vorzug der Technologie ist der Betrieb unter normalen Luftbedingungen. Daraus ergibt sich die einfache und umfangreiche Einsatzmöglichkeit für die Vorbehandlung von Materialoberflächen als inline-Technologie. Heute ist das Verfahren weltweit in nahezu allen Industriebereichen im Einsatz. Die zugeführte Energie wird beim Kontakt mit Oberflächen von Metallen, Kunststoffen, Glas oder Keramik auf diese übertragen und steht so für nachfolgende Reaktionen auf den Materialen zur Verfügung. Auf diese Weise entstehen Oberflächen mit idealen Eigenschaften zum Beschichten, Bedrucken, Kleben oder Schäumen.

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