Fachwörter-Lexikon

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Unlegierte Baustähle, Wärmebehandlung

Unlegierte Baustähle gehören zu den Grundstählen und sind im Allgemeinen nicht für die Wärmebehandlung vorgesehen. Eine Ausnahme bildet das Spannungsarmglühen zwischen 550 °C bis 650 °C und das Normalglühen im Temperaturbereich der Gefügeumwandlung.

Kalknatronglas, Herstellung

Die industrielle Erschmelzung von Massenglas erfolgt in riesigen Wannenöfen. Sie bestehen aus einer nach oben geschlossenen Schmelzwanne von 20 m bis 80 m Länge und bis zu 10 m Breite, in der sich die Schmelze befindet. Auf die Glasschmelze sind Brennerflammen gerichtet, die die Schmelze bis auf 1650 °C erhitzen. Das Ausgangsgemisch wird kontinuierlich am einen Ofenende zugegeben, schmilzt in der Ofenwärme und fließt zähflüssig unter weiterem Erhitzen langsam zum anderen Ofenende zu den Entnahmestellen. Dabei findet eine Homogenisierung, das heißt die völlige Auflösung und gleichmäßige Verteilung der Einzelbestandteile (Schlierenfreiheit) und die so genannte Läuterung, d.h. die Entfernung von Gasblasen aus der Schmelze statt. Um diesen Vorgang zu beschleunigen, werden chemische Läuterungsmittel, wie beispielsweise Glaubersalz (Natriumsulfat Na2SO4) der Schmelze zugesetzt.

Floatglasherstellung / Bildquelle: Materialwissenschaft und Werkstofftechnik/VCH-Verlag

Nickelschichten – Beispiel Galvanoformung

Aus Elektrolyten auf Basis von Nickelsulfamat wird sehr duktiles Nickel mit geringsten Anteilen an Fremdstoffen abgeschieden. Dabei kann die Abscheidung durch Auswahl der Arbeitsparameter so gewählt werden, dass die Schicht Druck- oder Zugspannungen aufweist. Diese Eigenschaft eignet sich insbesondere zur Herstellung Teilen durch das sogenannte Galvanoforming. Hierbei wird auf die Urform Nickel bis zu Dicken von mehreren Millimetern abgeschieden und anschließend die Urform entfernt, wodurch ein Bauteil hergestellt werden kann, das eine komplexe Form und komplexe Oberflächenstruktur besitzen kann. Nickel aus Sulfamatelektrolyten weist ein Härte zwischen etwa 200 HV und etwa 500 HV (je nach gewählten Arbeitsparameter), eine Zugspannung zwischen 500 N/mm2 und 900 N/mm2 sowie eine Dehnung zwischen 5 % und 20 % (beides durch eine Wärmbehandlung beeinflussbar). 

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