Fachwörter-Lexikon
Das vollständige Fachwörter Lexikon ist nur für Abonnenten abrufbar. Sie sind nicht angemeldet, bitte loggen Sie sich ein oder schliessen Sie ein Abonnement ab.
Silberschichten – Eigenschaften
Silber wird für dekorative Zwecke sowohl hochglänzend als auch matt abgeschieden. Da Silber durch die Reaktion mit allgegenwärtigen Schwefelverbindung einen gelblichen bis dunklen (grau-schwarze) und unansehnlichen Oberflächenfilm bildet, wird es auf dekorativen Gegenständen beispielsweise mit einem sogenannten Anlaufschutz (organische Schutzschicht) oder einer dünnen Rhodiumschicht versehen. Allerdings lassen sich Silberoberflächen ohne solche Schutzschichten relativ einfach reinigen, indem beispielsweise unter Verwendung von Natriumhydrogencarbonat und Aluminiumfolie das Silbersulfid in gasförmiges Hydrogensulfid umgesetzt wird. Silber geht hierbei nicht verloren. Für technische Zwecke werden Silberschichten beispielsweise auf Hochstromkontakten mit Dicken von 100 µm und mehr abgeschieden. Die Schichten zeichnen sich durch eine sehr gute Streufähigkeit aus, das heißt, dass auch geometrisch komplexe Teile weitgehend gleiche Schichtdicken erhalten. Silberschichten sind sehr duktil und unterscheiden sich kaum von gewalztem Silber, wobei die Eigenschaften durch Wärmebehandlungen modifizierbar sind.
Platinmetalle – allgemein
Zu den Platinmetallen gehören neben Platin, Palladium, Rhodium, Ruthenium, Osmium und Iridium. Platin sind Edelmetalle mit guter chemischer Beständigkeit, silbergrauer Farbe und relativ hoher Dichte. Darüber ist einer der Besonderheiten der Platinmetalle, dass sie als Katalysatoren eingesetzt werden können. So ist Platin als Metall für Katalysatoren zur Reinigung von Autoabgasen bekannt. Des Weiteren kann an Platinoberflächen Wasserstoff mit geringer Energie aus der Ionenform reduziert werden. Eine Besonderheit von Palladium ist die hohe Aufnahmefähigkeit von Wasserstoff.
Gleitschleifen - allgemein
Beim Gleitschleifen wird in der Regel das zu bearbeitende Werkstück in einer Halterung fixiert und die Halterung mit einem oder mehreren Werkstücken durch eine Schleifflüssigkeit oder ein feines Granulat bewegt. Die Zusammensetzung der Schleifflüssigkeit wird nach dem zu bearbeitenden Werkstoff oder der zu erzielenden Oberflächengüte eingestellt. Die Bearbeitungsgeschwindigkeit oder die Oberflächengüte kann durch Variationen der Bewegung (Drehen des Werkstücks, oszillierende Bewegung) verändert werden. Das Verfahren wird zum Schleifen, Polieren oder auch zum Entgraten eingesetzt.
