Fachwörter-Lexikon
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Glas
Glas ist ein lichtdurchlässiges Schmelzprodukt aus anorganischen, mineralischen und glasbildenden Stoffen. Es gibt eine Vielzahl verschiedener Glasarten. Das mit Abstand gebräuchlichste Glas ist das so genannte Kalknatronglas (Massenglas). Aus ihm bestehen Getränkeflaschen, Fensterscheiben, Haushaltsglas. Weitere Glasarten sind beispielsweise Bleikristallglas oder Borsilikatglas.
Zinkdruckguss
Die Zinklegierungsschmelze wird unter hohem Druck (80 bis 120 bar) und extrem schnell in eine Druckgussform gedrückt. Der Gießvorgang ist innerhalb von wenigen Millisekunden (ca. 20 bis 30 ms) abgeschlossen, so dass Gussteile von hoher Präzision (enge Toleranzen), Härte und Festigkeit erzeugt werden. Der niedere Schmelzpunkt und die engen Erstarrungsintervalle führen zur Erzeugung hochwertigen und anspruchsvollen Oberflächen.
Plasmaanodisation
Eine neue und äußerst interessante Variante des Anodisierens ist das Plasmaanodisieren beziehungsweise das Plasmakeramisieren. Mit hohen Energien und Spannungen über 100 V bilden sich an der Oberfläche lokale Plasmazonen mit kurzzeitig sehr hohen Strömen. Hier wird aus dem Aluminium das reine Oxid zum größten Teil in seiner stabilsten Kristallisationsform Aluminiumoxid beziehungsweise Korund erzeugt, der zu den härtesten fünf Stoffen zählt. Im plasmakeramischen Prozess entsteht Korund abhängig vom Verfahren in Form mikro- oder nanokristalliner Kristallite, welche in eine komplexe Keramikmatrix integriert sind und so als Oberfläche ihre herausragenden und einzigartigen Eigenschaften entwickeln können. Darin unterscheidet sich die plasmakeramische Schicht völlig von der klassischen Anodisationsschicht, die primär aus amorphem Aluminiumoxidhydrat besteht.
Durch Variation der Arbeitsparameter, angefangen von der Aufnahme des zu beschichtenden Bauteils über die Elektrolytzusammensetzung bis zur Steuerung der Energiezufuhr, kann das entstehende Oxid hinsichtlich seiner Konsistenz, Morphologie und Größe beeinflusst werden. Zudem wird die interpartikuläre Verbindung ebenfalls durch gezielt gesetzte Rahmenbedingungen kontrolliert aufgebaut. Im bestmöglichen Fall entstehen nanokeramische Oberflächen mit extrem feiner und gleichmäßiger Verteilung. Nanostrukturierte Schichten sind weitaus kompakter und dichter und übertreffen mikrokeramische Oberflächen in puncto Abriebfestigkeit, mechanische Beständigkeit und Korrosionswiderstand bei weitem.
Im Gegensatz zur anodisierten Oxidschicht ist die plasmakeramische Oberfläche hydratfrei. Auch bei Erwärmung auf mehrere hundert Grad Celsius ändert die Plasmakeramik ihre Eigenschaften nicht. Die Temperaturbeständigkeit des Bauteils wird nur durch das Substrat limitiert.