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Antihaftschicht

2018-07-30T22:06:25

Antihaftwirkung ist unter anderem beim Kunststoffspritzen gefragt. Antihaftung wird im einfachsten Fall durch die Verwendung von Trennmitteln erzielt. Deutlich effektiver ist die Nutzung von Schichten mit Antihafteigenschaften, beispielsweise von chemisch abgeschiedenen Nickeldispersionsschichten. Durch den Verzicht auf Trennmittel verbessert sich die Prozesssicherheit, da eine Prüfung auf ausreichende Trennmittelmengen auf einer Spritzform entfällt. Dadurch erhöht sich auch die Ausbringung (gefertigte Teile pro Zeit) beim Spritzen. 

Auf Kochgeschirr wird durch temperaturstabile Teflonschichten, aufgebracht durch Wirbelsintern, das Anbacken von Lebensmitteln verhindert. Moderne Schichten bestehen aus einer Mischung von Metalloxiden (Keramiken), die durch thermisches Spritzen aufgebracht werden. 

Auf Aluminiumbauteilen, beispielsweise für Sohlen von Bügeleisen oder für Kochgeschirr wird eine Antihaftung durch Einlagerung von Partikeln in die hergestellte Anodisationsschicht (Eloxalschicht) erreicht. Noch bessere Ergebnisse werden neuesten Untersuchungen zufolge mit nanokeramischen Plasmaanodisationsschichten erzielt. Diese sind wesentlich dichter als herkömmliche Eloxalschichten. Mit Härten bis 5000 HV und einer außerordentlich guter Haftung auf dem Grundmaterial sind sie kaum zerstörbar.