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Beizen

23.07.2018

Das Beizen von Metall wird für das Entfernen von anorganischen Verbindungen aus dem Grundmetall und Sauerstoff (Oxide), Stickstoff (Nitride) oder auch Kohlenstoff (Carbide) beziehungsweise Mischungen der genannten Elemente eingesetzt. Je nach Zusammensetzung der organischen Verbindung beziehungsweise der Art des Grundmetalls kommen unterschiedliche Säuren (Salzsäure, Schwefelsäure, Salpetersäure, Flusssäure) beziehungsweise Laugen (Natronlauge, Kalilauge) zum Einsatz. Säuren werden häufiger eingesetzt als Laugen. Die Wirkung der Beizlösung wird durch eine steigende Temperatur verstärkt. Beim Beizen von Metall ist daran zu denken, dass die Säure (oder Lauge) nach dem Entfernen des Deckfilms das Grundmetall angreifen kann. Aus diesem Grund wird das Beizen zeitlich begrenzt, der Angriff in kurzen Zeitintervallen durch visuelle Begutachtung überwacht oder durch Zugabe von Hilfsstoffen zur Säure (oder Lauge), so genannte Inhibitoren, beschränkt.