Polymerbeschichtung zeigt Mikromaterialschäden
Wissenschaftler der University of Illinois haben eine neue Polymer-Beschichtung entwickelt, die schon bei mikroskopisch kleinen Beschädigungen in Rottönen aufleuchtet. Diese Innovation könnte schon bald Automobilhersteller und Raumfahrt-Unternehmen bei ihrer Arbeit erheblich unterstützen.
Kleine Kratzer und Risse, die für das menschliche Auge noch nicht sichtbar sind, verursachen oft große Schäden. Besonders in der Raumfahrt sind selbst kleinste Beschädigungen oft fatal, denn sie können Menschenleben kosten. Das Wissenschaftler-Team aus den USA hat nun eine spezielle Beschichtung erarbeitet, die sehr schadenanfällige Polymere im Handumdrehen identifiziert.
Die Beschichtung besteht aus mikroskopisch kleinen pH-empfindlichen Kugeln, die schon bei geringster Einwirkung auf den Stoff zerbersten. Damit lösen sie eine chemische Reaktion aus, die sich visuell bemerkbar macht. Eine beschädigte Stelle wird demzufolge sofort sichtbar. Je tiefer und größer die Kratzer beziehungsweise Dellen sind, desto mehr Farbe wird angezeigt.
Polymere sind anfällig für kleine Kratzer, die sehr schwer zu finden sind. Sogar die kleinsten Beschädigungen können die Funktionalität des Materials extrem einschränken, so Professor Nancy Sottos von der University of Illinois. Die neuartige Ummantelung kann auch auf Glas und Metallen angewandt werden und bietet somit großes Anwendungspotenzial.
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