Mitgliedsunternehmen der Initiative Zink EMAS-zertifiziert| WOTech Technical Media

Mitgliedsunternehmen der Initiative Zink EMAS-zertifiziert

Vor 20 Jahren führten europaweit die ersten Unternehmen das Umweltmanagementsystem EMAS ein. EMAS steht für Eco-Management and Audit Scheme und gilt als das umfangreichste Umweltmanagement- und Umweltauditsystem. Es baut auf die Eigenverantwortung der Unternehmen, sich nachhaltig, sozial und ökologisch zukunftsorientiert aufzustellen, und wurde von der Europäischen Union in Zusammenarbeit mit Umweltexperten, Wirtschaft, Politik und Verwaltung konzipiert. Von den in Deutschland existierenden mehr als drei Millionen Unternehmen waren Ende 2014 1223 im EMAS-Register eingetragen – zumeist handelt es sich dabei um Mittelständler. Zwei davon sind Mitgliedsunternehmen der Initiative Zink: die Befesa Steel Services GmbH mit ihrem Standort in Freiberg und die Wiegel Gruppe mit Hauptsitz in Nürnberg.

 

Die Grundlageninnovation in der Feuerverzinkung durch Einhausung sowohl der Vorbehandlungsanlage als auch des Verzinkungskessels wurde seit 1992 an allen neuen Standorten der Firmengruppe umgesetzt / Bildquelle: Wiegel Gruppe

 

Messbaren Ausdruck findet die Nachhaltigkeitsstrategie der Wiegel Gruppe bei den konkreten Beiträgen zum Klimaschutz. Klimaschutz entsteht sowohl durch den Korrosionsschutz – also das Verzinken selbst – als auch durch die Optimierung der Anlagen- und Prozesstechnik, so Dr. Thomas Happle, technischer Geschäftsführer der Wiegel Gruppe. Seit fast zwei Jahrzehnten setzt das Unternehmen deshalb Managementsysteme für Umweltschutz, Qualität und Sicherheit um. Dazu zählt auch die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001. Die Einführung von EMAS im Dezember 2014 war ein weiterer Schritt, mit dem die kontinuierliche Verbesserung des Umweltschutzes, eine für alle nachvollziehbare Transparenz durch die Umweltberichterstattung, die Information und Einbeziehung der Mitarbeiter sowie die Einhaltung der Rechtsvorschriften dokumentieren wollen. Ein Best-Practice-Beispiel: Am Stammsitz in Nürnberg wurde vor mehr als 20 Jahren die erste Verzinkungsanlage mit einer eingehausten Vorbehandlungslinie gebaut. Dieser technologische Meilenstein prägt bis heute die gesamte Verzinkungsbranche und bildet die Grundlage für die nachhaltige Ausrichtung der Produktionsprozesse. Durch die Einhausung wird die Umwelt geschützt, Gebäude und Anlagentechnik werden keinen korrosiven Dämpfen ausgesetzt und die höhere Lebensdauer der Anlagen spiegelt sich in einer Reduktion von Ressourcen und Kosten wider. Zukünftig soll EMAS mit dem Qualitäts- und dem Umweltmanagementsystem verknüpft werden, sodass Synergieeffekte noch besser zum Tragen kommen. Und natürlich ist die Verlängerung der EMAS-Validierung über 2017 hinaus das Ziel. Denn dass ein Zustand erreicht wird, bei dem keine Verbesserung mehr möglich ist – das wird es nie geben. Es geht immer weiter. Morgen werden neue Technologien entwickelt, an die heute noch niemand denkt.

Umweltschutz gehört bei Befesa zu den zentralen Unternehmenszielen. Um strukturiert an das Thema heranzugehen, einen vollständigen Überblick über Ressourcen und Verbräuche zu bekommen und mögliche Verbesserungspotenziale optimal identifizieren zu können, hat sich das Unternehmen für eine Zertifizierung nach EMAS entschieden, so Dipl.-Ing. Uwe Hasche, Geschäftsführer von Befesa in Freiberg. Bereits seit 1999 ist dieser Standort EMAS-zertifiziert, kontinuierlich investierte das Unternehmen in den Umweltschutz und die Verbesserung der technischen Prozesse. Für die Kunden der Befesa ist es von entscheidender Bedeutung, Abläufe und Verfahren genau prüfen zu können. Das wird unter anderem durch eine Umwelterklärung sichergestellt, die jährlich veröffentlicht wird. Uwe Hasche sieht darüber hinaus weitere Vorteile: Durch EMAS ist gewährleistet, gesetzeskonform zu arbeiten. Nicht zuletzt wegen der Umwelterklärung ist die Anlage für die Behörden komplett transparent, was eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglicht. Außerdem profitiert das Unternehmen von finanziellen Vergünstigungen – beispielsweise wird die Energiesteuer rückerstattet, ohne dass bisher extra ein Energiemanagementsystem eingeführt werden musste. Auch verbesserte Umweltleistungen und die Optimierung von Ressourcen können eindeutig dokumentiert werden. So konnten mit der Einführung des SDHL-Verfahrens der Reduktionsmitteleinsatz und damit die Kohlendioxidemissionen um 40 Prozent gesenkt werden.

http://www.zink.de

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