Neue Lösungen für Passivierung und Wafering – Fraunhofer CSP auf der EU PVSEC| WOTech Technical Media

Neue Lösungen für Passivierung und Wafering – Fraunhofer CSP auf der EU PVSEC

Im Biegeversuch können die Forscher des Fraunhofer CSP die mit unterschiedlichen Verfahren gesägten Siliziumwafer und Solarzellen miteinander vergleichen und bewerten / Bildquelle: Fraunhofer CSP

 

Mit zwei Fachvorträgen beteiligt sich das Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP an der EU PVSEC, der größten internationalen Konferenz für Photovoltaik vom 14.-18. September in Hamburg. Dabei werden neue Lösungen zur Passivierung von Solarzellen ebenso vorgestellt wie Ergebnisse aus Vergleichsversuchen zum Wafer-Sägen. Zudem ist das Fraunhofer CSP mit zahlreichen Postern vertreten. Mehr als 1300 Forschungsergebnisse von rund 6500 Autoren aus 86 Ländern werden auf der EU PVSEC vorgestellt und von den weltweit führenden Wissenschaftlern, Ingenieuren und Branchenvertretern aus dem Bereich der Photovoltaik diskutiert. 

Die Solarindustrie ist weiterhin ein globaler Wachstumsmarkt, zudem entstehen gerade spannende neue Anwendungsfelder, etwa in extremen Klimaten. Die zentrale Herausforderung für die Branche ist dabei, gerade in Europa und Deutschland, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit. Professor Jörg Bagdahn, Leiter des Fraunhofer CSP, und sein Team präsentieren auf der PVSEC dafür den führenden Köpfen aus Forschung und Entwicklung wertvolle Lösungen.

Marcus Gläser und Dr. Dominik Lausch vom Fraunhofer CSP stellen auf der Konferenz am Dienstag, 15. September, neue Ansätze zur Passivierung von Solarzellen vor. Sie haben die lichtinduzierte und elektrischinduzierte Passivierung von Bor-Sauerstoff-Verbindungen anhand der Ladezustandskontrolle von Wasserstoff verglichen und optimiert.

Felix Kaule referiert ebenfalls am Dienstag, 15. September, zur mechanischen Festigkeit von Wafern, die mit Diamantdraht oder in einer Slurry gesägt wurden, und betrachtet dabei den gesamten Prozess vom Wafer über die Zelle bis hin zur Zuverlässigkeit im Modul. Die Fraunhofer-Forscher haben für diese Fragestellung mit Hanwha Q CELLS innerhalb des InnoProfile-Transfer-Vorhabens DiaCell zusammengearbeitet.

Zudem sind auf der EU PVSEC zwölf Poster zu sehen, an denen Mitarbeiter des Fraunhofer CSP beteiligt waren. Die Bandbreite der Themen reicht dabei von Plasmatexturierung multikristalliner Solarzellen über die Mikrostrukturanalyse und Vorhersage der Kornorientierung in multikristallinen Solarzellen bis hin zum Thermal-Laser-Separation (TLS)-Prozess als neuer Methode zur Herstellung hocheffizienter Halbzell-Module.

Die Themen der EU PVSEC in diesem Jahr zeigen, welch hohen Stellenwert die Materialforschung und die Mikrostrukturdiagnostik in der Photovoltaik haben. Deshalb lädt das Fraunhofer CSP am 27. und 28. Oktober ihre Partner zu ihrer eigenen Veranstaltung, den PV Days, nach Halle ein und stellt innovative Ansätze vor.

https://www.photovoltaic-conference.com

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