Ingenieuren kommt wichtige Rolle bei Steigerung der Ressourceneffizienz zu| WOTech Technical Media

Ingenieuren kommt wichtige Rolle bei Steigerung der Ressourceneffizienz zu

Als Board-Mitglied der Akteursplattform Ressourceneffizienz Baden-Württemberg machte VDI-Direktor Ralph Appel deutlich, dass Ingenieure bei der Steigerung der Ressourceneffizienz in Unternehmen ein wesentlicher Treiber sind. Im Rahmen des 2. Stakeholder-Workshops der 2014 ins Leben gerufenen Akteursplattform diskutierten die Teilnehmer am 13. Juli Ziele und Maßnahmen für ein ressourcenschonendes Baden-Württemberg. Im Auftrag des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg zeichnet sich die VDI-Tochtergesellschaft, VDI Technologiezentrum GmbH, seit 2014 für die Konzeption, Organisation und Durchführung der Akteursplattfom verantwortlich.

Fast zwei Jahre lang haben sich rund 110 Akteure in Baden-Württemberg aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verbänden intensiv mit diesem hochkomplexen Thema beschäftigt. Kernthemen waren dabei unter anderem die sichere Rohstoffversorgung der Wirtschaft mit kritischen Mineralien aus dem Ausland, die Kreislaufwirtschaft, die Entwicklung neuer Technologien oder die Schaffung von praktikablen Beratungsangeboten für Unternehmen. Entstanden ist ein Berichtsentwurf – die Diskussionsgrundlage für den zweiten 2. Stakeholder-Workshop der Akteursplattform.

In der Gesprächsrunde „Ressourceneffizienz – Ressourcenschutz – Ressourcenschonung – Was brauchen wir?“ verdeutlichte VDI-Direktor Ralph Appel die Wichtigkeit der Ingenieure bei der Steigerung der Ressourceneffizienz. Besonders in Unternehmen seien Ingenieure diejenigen Akteure, die mithilfe technologischer Innovationen ressourceneffiziente Maßnahmen praktisch umsetzten. Sie verstünden die komplexen Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette und könnten diese daher effizient gestalten, so Appel weiter. Letztendlich entschieden Ingenieure darüber, wie, wann und ob Prozesse optimiert werden könnten.

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind im Rahmen ihrer täglichen Arbeit nicht in der Lage, der methodischen Trennung von Energie- und Materialeffizienz zu folgen, so der VDI-Direktor. Jedoch sei es dringend notwendig, Kostensenkungspotenziale durch Effizienzmaßnahmen bei Energie und Material getrennt voneinander zu betrachten, da Materialeffizienz in viel stärkerem Maße die Kernprozesse in einem Unternehmen adressiert. Kleine Unternehmen hätten jedoch nicht die personellen Kapazitäten beides getrennt zu betrachten. Daher forderte Appel, die Beratungsangebote auf Bundes- und Landesebene besser miteinander abzustimmen.

Im Bereich Beratung leistet die VDI-Tochtergesellschaft, VDI Zentrum Ressourceneffizienz GmbH, bereits einen wichtigen Beitrag, in dem beispielweise im Rahmen von Qualifizierungsangeboten Effizienzberater zu einem wirtschaftlichen Einsatz von Materialen geschult werden.

Aus dem Berichtsentwurf und den Ergebnissen des eintägigen Workshops entwickelt die Akteursplattform nun eine finale Ausarbeitung für Empfehlungen an die Landesregierung Baden-Württemberg für einen effizienten Ressourceneinsatz. Die daraus entwickelte Landesstrategie soll im Oktober 2015 durch Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft in Baden-Württemberg, im Rahmen des „4. Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress“ vorgestellt werden.

http://www.vditz.de

http://www.ressource-deutschland.de

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