Effizienzsteigerungen durch nanotechnische Oberflächenbehandlung
Temperaturanzeige: effizientere Industrieproduktion Bildquelle: pixelio.de, R. Sturm
Mitarbeiter der Università di Genova und der Universität Genf haben neue Erkenntnisse über die thermoelektrischen Eigenschaften von Verbundstoffen gewonnen. Die Studie öffnet neue Wege zur Effizienzverbesserung industriell gefertigter Erzeugnisse.
Das als Seebeck-Effekt bekannte elektrische Potenzial entsteht durch Temperaturdifferenzen, die an verschiedenen Stellen eines Materials herrschen. Die Energieausbeute ist aber relativ gering, da sich nur zehn Prozent der Wärme als Energie zurückgewinnen lässt. Projektleiter Daniele Marré von der der Università di Genova und sein Team haben festgestellt, dass diese Werte durch eine nanotechnische Oberflächenbehandlung erheblich gesteigert werden können. Das Wissen ist wertvoll für künstlich hergestellte Oxide, da diese einen hohen Energiekoeffizienten haben. Zudem zeichnen sie sich durch ihre Widerstandsfähigkeit gegen hohe Temperaturen und ihre nicht-toxische Wirkung aus. Im Anschluss an einen bei Niedrigtemperatur auf der Kontaktfläche zwischen zwei isolierenden Oxiden vorgenommenen nanotechnischen Eingriff wurden hohe thermoelektrische Messwerte festgestellt.
Die Forschungsergebnisse lassen auf die Entwicklung neuer Materialien hoffen, die die Effizienz von Industrieprodukten wie beispielsweise Computer-Prozessoren und Automotoren erheblich steigern könnten. Die Analyse entstand in Kooperation mit dem Istituto Superconduttori, Materiali Innovativi e Dispositivi und dem Istituto Officina dei Materiali. Details wurden in Nature Communications publiziert.
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