Künftige Klimapolitik darf nicht zu Investitionsunsicherheit führen
Rund zwei Wochen vor der Sitzung des Europäischen Rats in Brüssel warnt der Vorsitzende der Unternehmensinitiative Metalle pro Klima Oliver Bell davor, die Klimapolitik zur politischen Manövriermasse zu machen. Ein erneuter Eingriff des Staates in den Handel mit CO2-Zertifikaten würde das marktwirtschaftliche System aushöhlen und kontraproduktiv wirken. Einmal mehr würde es zu einer Investitionsunsicherheit auf Seiten der Industrie führen. Die Innovationen der Branche würden aber für den Klimaschutz dringend benötigt.
Die Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie sind ein wichtiger Bestandteil der Energiewende. Ohne Metalle dreht sich kein Windrad und fährt kein Elektroauto. Die Entscheider über eine künftige Klimapolitik dürfen deshalb auch vergleichbare internationale Wettbewerbsbedingungen für die Industrie nicht aus dem Auge verlieren. Die Branche bekenne sich ausdrücklich zu einem nachhaltigen internationalen Klimaschutz. So hätten die Unternehmen die spezifischen CO2-Emissionen massiv gesenkt. Zusätzlich spare die Branche allein durch das Recycling inzwischen pro Jahr acht Millionen Tonnen CO2 ein.
Der Hauptgeschäftsführer der WirtschaftsVereinigung Metalle Martin Kneer plädierte auf der Aluminiummesse in Düsseldorf dafür, die Minderung der Treibhausgasemissionen mit einer einheitlichen Strategie zu verfolgen. Statt mit vielen Instrumenten am Ende zu wenig zu erreichen, sollte mit dem Europäischen Emissionshandel ein Leitinstrument im Zentrum stehen. Die Klimaschutzpolitik würde damit transparenter und Klimaschutzerfolge könnten deutlich preiswerter erreicht werden.
Metalle pro Klima ist eine Initiative von 20 bundesweit führenden Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie. Die Initiative informiert bundesweit über Energie- und Ressourceneffizienz sowie Klimaschutz in der Branche.
Die WirtschaftsVereinigung Metalle (WVM) vertritt die wirtschaftspolitischen Anliegen der Branche. Die 660 Unternehmen der Nichteisen-Metallindustrie erwirtschafteten im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 22 Milliarden Euro. In der Branche arbeiten rund 108 000 Beschäftigte.
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