Initiative Zink – Rückblick auf die Oberflächentage 2014
Die Initiative Zink informierte an ihrem Messestand über Einsatzbereiche, technische Eigenschaften, Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz von Zink
Großes Interesse verzeichneten der Zentralverband für Oberflächentechnik (ZVO) und die Deutsche Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik (DGO) auf den ZVO Oberflächentagen am 18. und 19. September in Neuss. Über 400 Teilnehmer und 82 Referenten kamen der Einladung zu dem vielfältigen Vortragsprogramm nach – in diesem Jahr ergänzt durch eine Podiumsdiskussion – und besuchten auch die begleitende Industrieausstellung. Die Initiative Zink nahm bereits zum dritten Mal teil. Sie informierte die Fachbesucher über Zink als Konstruktionswerkstoff mit besonders guten Voraussetzungen für funktionale und dekorative Oberflächenveredelung sowie als Korrosionsschutz für Stahl.
In einem Vortrag stellte Dr.-Ing. Sabina Grund neue Einsatzbereiche für Zinkdruckguss mit speziellen Anforderungen an die Oberflächentechnik vor. Anhand von im Rahmen des Zinkdruckgusswettbewerbs prämierten Innovationen wurden Perspektiven für den Einsatz von Zinkdruckguss und die damit verbundene Oberflächenveredelung abgeleitet. Im Automobilbau sind beispielsweise die hohe Festigkeit und die gefühlte Wertigkeit von Zink gefragt. Während im Fahrzeuginnenraum Zinkdruckgussbauteile mit dekorativen Oberflächenveredelungen eingesetzt werden, erhalten sie an anderer Stelle funktionale Oberflächen, um unter anderem Gleiteigenschaften, definierte Rauheit und die Korrosionsbeständigkeit einzustellen. Die Produktpalette wird in den kommenden Jahren weiter wachsen, denn Zinkdruckguss ermöglicht die Umsetzung komplexer Geometrie mit dünnen Wandstärken oder im sogenannten Schaumgussverfahren endabmessungsnah und wirtschaftlich. Und nicht zu vergessen: Während des Gießens lassen sich zusätzlich präzise Oberflächenstrukturen integrieren, die der Optik und der Haptik eine außergewöhnliche Wirkung verleihen.
Oberflächentechnik und Korrosionsschutz sind eng miteinander verzahnt – auch oder besonders im Automobilbau. Diesem Schwerpunkt widmete sich die Podiumsdiskussion, die von Dipl.-Ing. Hans Joachim Koeppen, bei der Volkswagen AG zuständig für Qualitätssicherung/Werkstofftechnik Metalle, moderiert und vom Publikum aufmerksam verfolgt wurde. Der Werkstoff Zink wurde hier von der Initiative Zink vertreten. Nach Dr.-Ing. Sabina Grund ist der nach wie vor führende Werkstoff im Automobilbau Stahl. Mit Blick auf den Leichtbau bietet die Verwendung höher- und höchstfester Stähle ein großartiges Entwicklungspotenzial. Auch wenn es darum geht, die steigenden Anforderungen an Festigkeit, Verformbarkeit, Umweltverträglichkeit und lange Haltbarkeit von Kraftfahrzeugen zu erfüllen, sind die neuen hoch- und höchstfesten Stähle gefragt – und damit auch Zink. Denn die heute wichtigsten Korrosionsschutzverfahren basieren auf den speziellen Eigenschaften von Zink: Klassisches Feuerverzinken, thermisches Spritzen sowie die galvanische Abscheidung sind bewährte Verfahren – je nach Einsatzbereich und Anforderungsschwerpunkt ist das eine oder das andere Verfahren geeignet.
Nach den beiden Veranstaltungstagen zieht die Initiative Zink eine positive Bilanz: Die Oberflächentage haben einmal mehr bewiesen, dass sie ein wichtiger Branchentreffpunkt sind.
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