Beheizung von Industrieöfen optimieren
Flachflammenbrenner für flüssige Brennstoffe mit externer Vormischung bei 180 kW / Bildquelle: OWI Oel-Waerme-Institut GmbH
Die Zink Körner GmbH und das OWI Oel-Waerme-Institut haben in einem gemeinsamen Forschungsvorhaben ein Konzept für einen Flachflammenbrenner der Leistungsstufen 90 kW und 180 kW für den Einsatz von flüssigen Brennstoffen (Mitteldestillate wie etwa Heizöle) entwickelt. Flachflammenbrenner für gasförmige Brennstoffe sind Stand der Technik zur Beheizung von Industrieöfen.
In Versuchsreihen auf einem Grundlagenprüfstand entstand ein Brennerstein mit neuer Geometrie, welcher die verdrallten Flammen beider Leistungsstufen flach und mit vollständigem Ausbrand stabilisiert. Für die Gemischaufbereitung flüssiger Energieträger wurde sowohl ein in den Brennerstein integriertes teilvormischendes Konzept erarbeitet als auch ein alternatives Konzept einer externen Vorverdampfung. Eine räumliche Trennung von Verdampfung und Verbrennung bietet die Möglichkeit, auch alternative Brennstoffe mit ungünstigem Verdunstungsverhalten wie beispielsweise Rapsmethylester einzusetzen und einen stabilen Verbrennungsvorgang zu realisieren. Die im Projekt erzielten Abgas-Emissionen unterschreiten die in der TA-Luft festgesetzten Grenzwerte. Die Bauteile der Gemischaufbereitung sind so angeordnet, dass die thermische Beanspruchung gering ist. Der Brenner ist in der Leistungsstufe 90 kW kaltstartfähig. Mit der Weiterentwicklung des Brenners für flüssige Brennstoffe kann die Zink Körner GmbH künftig auch die steigende internationale Nachfrage aus Ländern ohne oder mit unzuverlässiger Erdgasinfrastruktur bedienen.
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