SCA – automatische Kompaktzelle für die Verklebung kleinerer Komponenten
Die Kompaktzellen von SCA eignen sich für automatisierte Klebe- und Abdichtungsprozesse. Auf der Bondexpo zeigt der Aussteller erstmals eine Zelle für Klebeanwendungen mit zwei Komponenten / Bildquelle: SCA)
Der Klebe- und Dosiertechnikspezialist SCA Schucker GmbH & Co. KG stellt vom 6. bis 9. Oktober erstmals auf der Fachmesse Bondexpo in Stuttgart seine neue Kompaktklebezellen, die sich für die automatisierte Verklebung oder Abdichtung kleinerer Bauteile mit hohen Qualitätsansprüchen in der Zulieferindustrie eignen, aus. Die Zelle ist für Klebeapplikationen mit zwei Komponenten (2 K) ausgelegt und komplett ausgestattet mit einem Roboter, zwei Einzelfasspumpen, zwei elektrischen Dosierern, einem statischen Mischer für die beiden Materialkomponenten, der ASC-5000-Steuerung und einer Auftragsdüse (Applikatorkopf). Optional lässt sich ein Vision-System integrieren. Die Zelle kann in eine Fertigungslinie integriert oder autark aufgestellt werden.
Anwender erzielen mit diesem System bei 2-K-Anwendungen eine hohe Prozessgenauigkeit, weil die Volumenströme und das Mischungsverhältnis der beiden Komponenten akkurat überwacht werden. Der Einwegmischer vor dem Auftragskopf ist so konzipiert, dass er bei vorzeitigem Aushärten sehr einfach ersetzt werden kann. Die Kompaktzelle könnte je nach Anforderungen des Kunden auch mit einer Doppelfasspumpe für kontinuierlichen Materialfluss, mit einer anderen Steuerung oder einem alternativen Dosierer versehen werden. Die tatsächliche Ausstattung wird mit den Kunden auf seine individuelle Anwendung hin bestimmt. Durch die schlüsselfertige Komplettlösung braucht sich der Kunde beim Klebeprozess weder um den Roboter noch um den Maschinenbau oder die Integration der Komponenten zu kümmern. Einsatzbeispiele für die Systeme sind Abdichtungen sowie strukturelle Verklebungen mit einer und zwei Komponenten, etwa bei Dachantennen, Steuerungsboxen, Motorblöcken oder Zylinderköpfen.
Sind die Zellen mit elektrischer Dosierung ausgestattet, gewährleistet dies eine besonders hohe Genauigkeit beim Auftrag von Kleb- und Dichtstoffen. Die komplette Anlage wird bei SCA vor der Auslieferung geprüft; selbst jede einzelne Auftragsdüse wird auf Funktion getestet. So stellen die Brettener eine sehr hohe Systemqualität sicher. Das für diese Kompaktzellen von SCA angebotene optionale Vision-System überwacht permanent den Auftrag und damit die Qualität der Kleberaupe. Alle Unregelmäßigkeiten und Abweichungen werden direkt an den Bediener zurückgemeldet, der umgehend korrigieren kann. Das Vision-System eignet sich grundsätzlich für alle robotergestützten Anwendungen.
Für 2K-Anwendungen bietet SCA außerdem ein neues, sehr präzises Mischsystem an, das sich durch kurze Schaltzeiten der Ventile auszeichnet. Dadurch werden Aussparungen im Klebeprozess ohne Taktzeitverluste möglich, und der Anwender kann Material einsparen. Es gibt viele Anwendungen, bei denen der Kleb- oder Dichtstoff diskontinuierlich auf ein Bauteil aufgebracht werden muss, sei es, um an späteren Schweißstellen Lücken zu lassen - denn so werden etwaige gesundheitsschädliche Dämpfe vermieden -, oder um einfach nur weniger Klebstoff zu verbrauchen. Beim Ziehen der Nähte müsse man dann den Materialfluss sehr schnell stoppen und nach der auszusparenden Stelle wieder anfahren können.
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